61-Jährige um mehrere hunderttausend Euro und Haus betrogen
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Philipp Heilgenthal
9. März 2023

Die Uniform der Bayerischen Polizei. Foto: Pascal Höfig
Eine Anlegerin aus dem Landkreis Würzburg ist von Anlagebetrügerinnen und -betrügern um mehrere hunderttausend Euro gebracht worden. Da sie sich im privaten Umfeld hohe Geldsummen geliehen hatte, musste sie nun auch ihr Haus verkaufen.
Wirkungsvolle, perfide Vorgehensweise
Eine 61-Jährige aus dem Landkreis Würzburg ist einer gleichermaßen wirkungsvollen wie perfiden Vorgehensweise von Anlagebetrügerinnen und -betrügern aufgesessen. Die Täterinnen und Täter haben ihr Wirkungsfeld im Internet und sind dabei auf angeblich hohe Renditen im Zusammenhang mit hochspekulativer Kryptowährung wie z.B. Bitcoin spezialisiert.
Zunächst nur 250 Euro überwiesen
Die Geschädigte stieß im Juli letzten Jahres auf eine Firma im Internet, die hohe Renditen im Bereich des Handels mit Kryptowährung versprach. Nach einer ersten Überweisung von 250 Euro folgten unzählige weitere Überweisungen mit hohen Geldsummen. Dabei erhielt sie nahezu tägliche Anrufe von dem vermeintlichen Anlageberater, der sie massiv psychologisch unter Druck setzte. Als sie sich den vermeintlichen Gewinn von 600.000 Euro auszahlen lassen wollte, forderten die Täter immer wieder neue Gebühren, um den Betrag auszahlen zu können.
Von Freunden und Bekannten Geld geliehen und den Betrügern überwiesen
Für die Anlage des Geldes und die hohen Gebührenforderungen setzte die Geschädigte nicht nur ihr eigenes Vermögen ein, sondern lieh sich auch hohe Geldsumme bei Freunden und Bekannten. Um das geliehene Geld zurückzahlen zu können, musste sie letztendlich sogar ihr Haus verkaufen. Im März erkannte die 61-Jährige schließlich den Betrug und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die weiteren Ermittlungen zu dem Fall übernahm die Kripo Würzburg.
Polizei warnt vor der gängigen Masche
Über derartige Vorgehensweise wurde seitens der Polizei in der Vergangenheit zwar bereits berichtet und gewarnt. Immer wieder neue Anpassungen der Masche seitens der online handelnden Betrüger führen jedoch dazu, dass auch weiterhin Menschen auf die geschickten Taktiken hereinfallen. Die Täter unterhalten professionelle Webseiten, die den Geschädigten tatsächlich Kursschwankungen und hohe Zinsgewinne vortäuschen. Dabei sind diese Seiten fast nicht von denen seriöser Anbieter zu unterscheiden.

