Lebensgefährliche Verfolgungsfahrt auf der A 3 und der A 7
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Würzburg erleben
11. April 2023

Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig
Bereits am Karfreitag fiel Beamten der Autobahnpolizei ein Pkw-Fahrer auf, der auf der A 3 wegen seiner halsbrecherischen Fahrweise andere Verkehrsteilnehmer gefährdete. Dieser fuhr mit einer Geschwindigkeit von bis zu 180 km/h auf dem Standstreifen und in Baustellenbereichen, in denen 60 km/h erlaubt waren. Wie durch ein Wunder kam es zu keinem Personen- oder Sachschaden.
Mit 140 – 180 km/h auf dem Seitenstreifen
Gegen 12.00 Uhr wurde eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried auf einen Autofahrer aufmerksam, der auf der Standspur der A 3 in Richtung Nürnberg fuhr. Nachdem sich der Einsatzwagen mit Blaulicht und Martinshorn hinter den Pkw setzte, gab dieser Gas und fuhr mit einer Geschwindigkeit von 140 – 180 km/h auf dem Seitenstreifen weiter, wechselte dabei des Öfteren die Fahrstreifen, durchquerte auch Baustellenbereiche, in denen die Geschwindigkeit auf 60 km/h beschränkt war und gefährdete durch dieses Verhalten mehrere Verkehrsteilnehmer. Wie durch ein Wunder wurde durch die Fahrweise des Toyota-Fahrers niemand verletzt, obwohl der Streifenwagen mehrfach fast gerammt wurde.
Widerstandlos festgenommen
Nachdem der 41-jährige Fahrer aus dem Raum Wertheim auf die A 7 in Richtung Ulm gewechselt war und dort seine Fahrt in ähnlicher Weise fortgesetzt hatte, fuhr dieser dann auf den Parkplatz „Kurzmandl“, der sich bereits im Mittelfränkischen befand und blieb dort, von sich aus, auf einem Lkw-Parkplatz stehen. Er ließ sich von mehreren Streifen der Autobahnpolizei widerstandslos festnehmen. Der Mann wirkte abwesend, sprach nichts und reagierte auf keinerlei Zeichen. Bei der Durchsuchung seiner Person, wurden eine Schreckschusswaffe und ein Reizstoffsprühgerät aufgefunden.
Psychischer Ausnahmezustand
Nachdem ein herbeigerufener Notarzt den Mann untersuchte und stabile Vitalzeichen und kein Behandlungsbedarf sah, wurde er im Anschluss in ein Krankenhaus verbracht, da er sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden hat.
Neben den vielen Verstößen nach der StVO, werden gegen den Fahrer auch Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotenes Kraftfahrzeugrennen und eines Verstoßes nach dem Waffengesetz eingeleitet.
Des Weiteren sucht die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried Zeugen des Vorfalls und Verkehrsteilnehmer, die gefährdet oder behindert wurden. Hinweise werden unter der Tel.-Nr.: 09302-9100 entgegengenommen.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

