Mac und Windows PCs im Vergleich
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Würzburg erleben
2. Mai 2023

Laptop. Symbolfoto: Katharina Kraus
Mac ist der bessere Rechner! Stimmt das noch?An dieser Aussage scheiden sich die Geister. Lange Zeit wurde der Mac gerade im kreativen Bereich als das Nonplusultra bezeichnet und keiner kam um ihn herum. Mittlerweile hat das Betriebssystem Windows ordentlich aufgeholt und bringt einige Vorteile mit sich. Lohnt es sich also noch, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, um einen stylischen Mac zu erstehen oder erfüllt der Windows-Rechner alle Aufgaben mit Bravour?
Einrichtung ein Kinderspiel auf beiden Seiten
Die Einrichtung eines neuen MacBooks oder eines Laptops/PC mit Windows-Betriebssystem ist aktuell super einfach. Man muss nicht zwangsläufig beim Hersteller ein Konto erstellen, doch einige Anwendungen, wie beispielsweise der Sprachassistent funktionieren natürlich nur dann, wenn man sich beim Hersteller registriert. So hilft der Sprachassistent Cortana bei Microsoft via Sprachbefehl. Die Installation von Treibern etc. funktioniert meist automatisch und der Nutzer muss kaum selbst etwas dazu beitragen.
Neben der klassischen Passwort-Anmeldung gibt es beim MacBook jetzt auch den Fingerabdrucksensor, mit dem der eigene Arbeitsbereich geöffnet wird. Im Gegenzug gibt es bei Windows eine Hello-Gesichtserkennung, die jedoch an die entsprechende Software gekoppelt ist. Empfehlenswert ist dies vielleicht eher für Firmenrechner, die viele sensible Informationen enthalten, die zusätzlich geschützt werden müssen.
Pluspunkt für Apple bei den vorinstallierten Apps
Werfen wir einen Blick auf die vorinstallierten Apps, so punktet Apple hier definitiv. Obwohl die Standardausstattung bei beiden Systemen solide und umfangreich ist, kann Apple im Bereich der Videobearbeitungsprogramme und Streamingdienste punkten. Das geht sogar so weit, dass Programme wie GarageBand verfügbar sind, ideal für Hobby-Musiker. Viele der Anwendungen kommen direkt aus dem Hause Apple, was eine extrem hohe Kompatibilität garantiert.
Windows: Mehr Auswahl bei Apps von Dritten
In Hinblick auf die Menge der Anwendungen kann hingegen Microsoft punkten. Für das Windows-System gibt es wesentlich mehr Apps als für die Apple-Rechner.
Ein Grund dafür ist natürlich, dass es weltweit wesentlich mehr Nutzer der Windows-Systeme gibt. Der Marktanteil des Microsoft-Betriebssystems liegt laut Statistiken bei gut 74 %, während Apple auf gute 15 Prozent kommt. Aus diesem Grund entwickeln Programmierer wesentlich mehr Anwendungen für Windows.
MS-Office auch auf dem Mac
Macs sind natürlich in der Designszene fast schon ein Muss. Die intuitive Benutzeroberfläche, das Design selbst und die Programme für Kreative jeglicher Art sind seit jeher das Markenzeichen. Doch auch diejenigen, die eher im MS-Office arbeiten, aber trotzdem einen Mac wollen, können aufatmen, denn das ist kein Problem. Die MS-Office-Anwendungen sind ohne Probleme auf dem Designer-Rechner zu gebrauchen. Viele neue Programme, die für Windows entwickelt werden, funktionieren auch auf dem Mac. Das beste Beispiel dafür ist der Konverter für PDF zu Word für Mac und Windows, der keinen Unterschied beim Betriebssystem macht.
Mac beim Punkt Sicherheit vorn
Die Tatsache, dass es weniger Apple-Rechner gibt, führt im Umkehrschluss dazu, dass sich Malware und Viren eher auf den riesigen Markt der Windows-PCs stürzen. Das ist ein Punkt. Hinzu kommt, dass Apple seine Rechner mit einigen interessanten Sicherheitsfunktionen ausgestattet hat, die Hackerangriffe wesentlich schwieriger gestalten. Hackerangriffe sind keine Ausnahme. Jährlich werden Abertausende Angriffe allein in Deutschland verzeichnet.
Gatekeeper
Der Gatekeeper passt auf, wer sich Zugang zum Apple-Rechner verschaffen will. Anwendungen und Programme, die von Apple nicht genehmigt wurden, erhalten keinen Zugang zum System, außer es wird ausdrücklich vom Nutzer erlaubt. Die Gefahr, dass so aus Versehen eine Malware aufs System gelangt, ist recht gering. Seit dem Mac OS X Leopard ist der Gatekeeper Standard.
FileVault
FileVault kann zusätzlich auf dem Mac-Rechner eingeschaltet werden. Damit können Daten zusätzlich verschlüsselt werden. Gerade in der heutigen Zeit ist Datenschutz immer ein wunder Punkt. Mit der Aktivierung dieser Funktion haben es Dritte sehr schwer, Einblick in die Daten zu erhalten. Das ist gerade für Business-Rechner sehr sinnvoll, die viele Kundendaten und Ähnliches enthalten.
Im Vergleich dazu hat Windows die Ransomware, die bei einem unbefugten Zugriff auf den Rechner sofort eine Warnmail verschickt und die Software zeitgleich blockiert. Doch Hacker haben auch hier schon wieder ihre Finger im Spiel. Es gibt Malware im Umlauf, die sich als genau dieses Update tarnen, um sich in die Netzwerke zu schleusen. Hier ist äußerste Vorsicht geboten.
Xprotect
Diese Anwendung ist bereits seit einigen Jahren auf den Macs installiert. Sie kümmert sich vor allem um die Aktivitäten im Browser. Wird vom Nutzer ein Programm heruntergeladen, dann poppt automatisch eine Warnmeldung auf und der Nutzer muss bestätigen, dass das Programm geöffnet werden soll. Trotzdem wird die Datei-Quarantäne aktiviert, die alle Anwendungen noch einmal untersucht.
Windows mit eigener Anti-Malware
Microsoft hat natürlich auch einiges in Sachen Sicherheit getan. Seit Windows XP ist der Windows Defender aktiv, der sich mittlerweile zu einer vollen Antiviren-Software entwickelt hat. Trotzdem hat Microsoft immer wieder mit Sicherheitslücken zu kämpfen und Experten empfehlen daher immer eine separate Antiviren-Software zu installieren, um vollen Schutz zu garantieren.
Grenzenloses Arbeiten bei Apple
Generell ist die Kompatibilität der einzelnen Programme bei Apple sehr hoch. Daten können leicht von einem Programm ins andere gezogen werden, ohne dabei Informationen zu verlieren. Das Arbeiten auf einem MacBook ist von Haus aus intuitiver und fließender. Das kann aber auch eine persönliche Wahrnehmung sein, die von den Werbemachern bewusst unterstützt wird. Bei der Vielzahl an Programmen, die es für die Windows-Systeme gibt, ist dieser reibungslose Ablauf nicht immer gegeben. Hier sollte man vorher genau überlegen, welche Programme genutzt werden und ob sich diese Formate für den Datenaustausch anbieten.
Knackpunkt Preis
Der Punkt geht in Sachen Preis eindeutig an die Windows-Rechner. Jeder mit einem kleinen Budget wird wahrscheinlich auf Windows-Geräte setzen. Wer sich das Prestige und das Image von Apple ins Büro oder nach Hause holen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Dafür gibt es aber auch ein Gerät, das sich durch sein ganz eigenes Design auszeichnet. Designer aller Kategorien schwören auf die Apple-Produkte.
Beide Rechner können mit Vor- und Nachteilen punkten. Den großen Abstand, den Apple noch vor einigen Jahren innehatte, gibt es heute nicht mehr. Zwar können MacBook und Co. immer noch mit exzellenter Sicherheit und hoher Qualität punkten, doch die Gegenstücke mit dem Windows-Betriebssystem müssen sich nicht mehr verstecken. Vor jedem Kauf sollten die Anforderungen durchgegangen werden, damit eine sinnvolle Entscheidung für oder gegen einen Mac oder Windows-Rechner getroffen werden kann.

