Lohnt sich ein E-Auto als Leasing-Fahrzeug?

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15. Mai 2023

Elektromobilität auf dem Vormarsch – Foto: Pascal Höfig
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Symbolbild Elektromobilität – Foto: Pascal Höfig

Die wenigsten Menschen wissen, dass es schon Mitte des 19. Jahrhunderts das erste E-Auto gab. 1888 fuhr der Flocken Elektrowagen auf der Straße – eher als der Benziner. Doch die frühen Elektrofahrzeuge konnten sich nicht durchsetzen. Erst jetzt, fast 150 Jahre später, erobern E-Autos die Straßen zurück. Für dieses Comeback ist vor allem die hohe Umweltbelastung verantwortlich, die von Verbrenner-Motoren ausgeht. Der Trend geht immer mehr zum E-Auto: Doch lohnt es sich, ein solches E-Fahrzeug zu leasen?

Welches E-Auto kann man am günstigsten leasen?

Eine pauschale Aussage, welches E-Auto am günstigsten geleast werden kann, lässt sich nicht treffen. Die Höhe der Raten ist von verschiedenen Faktoren abhängig und darüber hinaus von Händler zu Händler unterschiedlich. Grundsätzlich lässt sich aber feststellen, dass Kleinwagen besonders günstig im Leasing sind. Das gilt für Fahrzeuge mit Verbrenner-Motor ebenso, wie für Fahrzeuge mit elektronischem Antrieb.

Die Höhe der Leasing-Raten wird unter anderem über folgende Faktoren individuell für den Kunden berechnet:

  • Leasing-Modell
  • Fahrzeugtyp
  • Neu- oder Gebrauchtwagen
  • Vertragslaufzeit
  • Fahrleistung

Darüber hinaus kann bei E-Autos eine staatliche Förderung in Anspruch genommen werden, die sich ebenfalls auf den Preis niederschlägt. Die Höhe des Zuschusses ist aber ebenfalls von verschiedenen Aspekten abhängig und muss zunächst erfolgreich beantragt werden

Wie lange sollte man ein E-Auto leasen?

Die Vertragslaufzeit eines Leasing-Vertrages kann individuell bestimmt werden. Häufig beträgt die Laufzeit 24 Monate. In einigen Leasing-Modellen werden auch 12 Monate angeboten. Eine kurze Laufzeit hat den Vorteil, dass das geleaste Fahrzeug immer wieder gegen ein neueres Modell eingetauscht werden kann. E-Autos sind sehr innovativ und immer auf dem neuesten Stand der Technik. Die Ladezeiten und Reichweite der einzelnen Modelle verbessern sich ständig, sodass es schon nach kurzer Zeit ein Fahrzeug mit besseren Werten geben kann. Eine kurze Laufzeit im Leasing oder ein sogenanntes Abo-Modell, bei dem es regelmäßig die Möglichkeit zum Fahrzeugtausch gibt, sind für E-Autos besonders interessant.

Bitte beachten: Die Raten werden bei einer kürzeren Laufzeit entsprechend höher berechnet. Ist man mit dem gewählten Fahrzeugtyp zufrieden, kann man daher ruhig eine längere Laufzeit wählen.

Lohnt sich als Privatperson ein Auto Leasing?

Leasing ist grundsätzlich eine sehr beliebte Möglichkeit der Finanzierung. Nur die wenigsten Menschen haben in der heutigen Zeit genug Geld, um ein Fahrzeug auf einen Schlag zu bezahlen. Die Anschaffungskosten sind teilweise enorm hoch. Durch das Leasing kann man das Auto in angemessenen und für sich passenden Raten finanzieren, es aber vom ersten Tag an vollumfänglich nutzen. Es handelt sich gewissermaßen um die Miete eines Fahrzeuges für einen bestimmten, vorher vertraglich festgelegten Zeitraum.

Tipp: Ein Vergleich der unterschiedlichen Finanzierungsmodelle lohnt sich. Die Preise lassen sich sowohl online als auch vor Ort gut vergleichen.

Welche Vor- und Nachteile hat man durch Leasing generell?

Durch das Leasing eines Fahrzeuges ergeben sich viele Vorteile. So entfallen die hohen Anschaffungskosten, die ein Fahrzeugkauf mit sich bringt. Stattdessen wird das Fahrzeug nur gemietet und über einen bestimmten Zeitraum genutzt. Gibt es ein neueres Modell, kann das „alte“ Auto gegen ein aktuelleres eingetauscht werden. So haben auch Personen, die den Kaufbetrag nicht aufbringen können, die Möglichkeit auf einen modernen Neuwagen.

Ein weiteres Argument für das Fahrzeug-Leasing ist dessen Kalkulierbarkeit. Die monatlich aufzubringenden Raten werden im Vorhinein vertraglich festgelegt. Es ist also möglich, die Kosten zu planen und so zu kalkulieren, dass sie monatlich aufzubringen sind.

Auch wenn sich während des Leasings der Markt verändert und neue, bessere Modelle mit einer höheren Reichweite oder schnellerer Ladezeit entwickelt werden, bleiben die Kosten gleich. Das Risiko eines Wertverlustes wird beim Leasing durch den Händler getragen. Das Leasing eignet sich daher besonders gut, um ein bestimmtes Modell zu testen oder einmal auszuprobieren, ob ein elektrisches Fahrzeug überhaupt infrage kommt.

Ein Nachteil ergibt sich jedoch: Da die Vertragslaufzeit festgelegt ist, müssen die Leasing-Raten pünktlich bezahlt werden. Ändert sich die finanzielle Situation des Kunden, kann er den Vertrag nicht einfach auflösen. Ein Fahrzeug, das sich im Eigentum befindet, könnte in einer solchen Situation verkauft werden.

Folgende Vorteile ergeben sich:

  • regelmäßiger Fahrzeugwechsel möglich
  • Kosten sind kalkulierbar
  • kein Risiko des Wertverlustes
  • völlige Flexibilität in der Fahrzeugwahl
  • hohe Anschaffungskosten entfallen
  • immer auf dem neuesten Stand der Technik

Gilt die finanzielle Förderung von E-Fahrzeugen auch für Leasing?

Für die Nutzung von E-Fahrzeugen werden in Deutschland Prämien ausgelobt. So soll erreicht werden, dass immer mehr Menschen auf Elektromobilität umsteigen. Die Prämie setzt sich aus einem Bundes- und einem Herstelleranteil zusammen und kann auch für geleaste Fahrzeuge beantragt werden.

Seit dem 01.01.2023 werden nur noch Fahrzeuge gefördert, die eine Haltedauer von 12 Monaten haben. Außerdem werden ab dem 01.09.2023 nur noch Privatfahrzeuge gefördert. Die Herstellerprämie wird direkt auf den Kauf- oder Leasing-Preis angerechnet. Die Prämie des Bundes muss durch den Fahrzeugnutzer vorgestreckt und dann beantragt werden – das lohnt sich aber richtig.

Eine weitere Möglichkeit der Förderung von E-Fahrzeugen ist der Verkauf der THG-Quote. Nutzer von E-Fahrzeugen können sich ihren Beitrag zur CO₂-Reduzierung bezahlen lassen. So kommen jährlich mehrere hundert Euro zusammen.

Die Texterstellung erfolgte in Kooperation mit einem externen Redakteur.

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