Infos rund um die Vignette Schweiz 2023
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Philipp Heilgenthal
1. August 2023

Autoban in der Schweiz. Foto: Adobe Stock.
Die Temperaturen steigen und die Ferienzeit nähert sich, wodurch man weiß, dass es bald in den Urlaub geht. Falls es eine Reise in die Schweiz sein sollte, findet man hier die wichtigsten Informationen rund um die Vignette und wie das System funktioniert.
Mautgebühren in der Schweiz
Im gesamten Autobahnnetz der Schweiz benötigt man eine Vignette. Diese dient als Nachweis, dass man die Nutzungsgebühren für die Autobahnen und Schnellstraßen gezahlt hat. Die Zahlung in Form einer Vignette gibt es auch in anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel Tschechien, Slowenien oder Österreich.
Die Vignettenpflicht in der Schweiz besteht für alle Kraftfahrzeuge – Autos. Motorräder, Anhänger, Wohnwagen, Lieferwagen und Camper – die ein höchstzulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen haben. Sollte das höchstzulässige Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen sein, so benötigt das Fahrzeug keine Vignette, sondern es wird eine Schwerverkehrsabgabe erhoben.
Ein Überblick der wichtigsten Informationen zur Vignette Schweiz wurde im Folgenden zusammengestellt.
Wie funktioniert die Vignette?
Die typische schweizerische Vignette wird an der Innenseite der Windschutzscheibe aufgeklebt. Entweder wird die Vignette links oben oder hinter dem Rückspiegel angebracht. Beim Anbringen ist es wichtig, dass die Vignette von außen gut sichtbar ist und nicht von einem Tönungsstreifen überdeckt wird. Bei Fahrzeugen, die keine Windschutzscheibe besitzen, muss die Vignette gut sichtbar an einem nicht auswechselbaren Fahrzeugteil aufgeklebt werden.
Neue E-Vignette ab 1.August 2023
Ab dem 1. August 2023 wird in der Schweiz endlich die E-Vignette eingeführt. Dadurch kann man sich zukünftig zwischen der elektronischen und der Klebevignette entscheiden.
Im Vergleich zu der Klebevignette ist die E-Vignette an das Kfz-Kennzeichen des Fahrzeugs gebunden. Vorteilhaft ist, das damit die Windschutzscheibe sauber bleibt und man bei einem Bruch der Scheibe keine Ersatzvignette mehr kaufen muss. Darüber hinaus ist die E-Vignette für bis zu drei Fahrzeuge zulässig, wovon Besitzer von Wechselkennzeichen profitieren. Ein weiterer Vorteil der E-Vignette ist, dass sie zeit- und ortsunabhängig erworben werden kann.
Gleichbleibend ist das Angebot von nur einer Jahresvignette, die vom Dezember des Vorjahres bis zum Januar des Folgejahres gültig ist. Des Weiteren bleibt der Preis von 40 Franken für die verschiedenen Fahrzeugkategorien unverändert.

Schweizer Alpen. Foto: Adobe Stock.
Wo kann man die Vignette erwerben?
An offiziellen Vertriebsstellen in der Schweiz, wie Tankstellen, bei der Post und an Grenzübergängen kann man die herkömmliche Vignette kaufen. Daneben kann man die Vignette auch online erwerben.
Die elektronische Vignette wird auf einem Registrierungsportal in ein paar Monaten erhältlich sein. Für den Kauf muss man lediglich das Kfz-Kennzeichen, das Zulassungslandes, den Vor- und Nachnamen angeben. Per E-Mail erhält man eine Bestätigung beziehungsweise einen Kaufbeleg der Registrierung. Der Erwerb der E-Vignette kann orts- und zeitunabhängig getätigt werden.
Kontrollen und mögliche Strafen
Um die E-Vignette zu kontrollieren, erfassen Kameras das Kfz-Kennzeichen der Fahrzeuge für einen Abgleich mit der Datenbank des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Durchgeführt werden Kontrollen durch feste Anlagen und von mobilen Einheiten. Das Parlament hatte das Ziel, dass es sich um keine flächendeckenden und permanenten Kontrollen, sondern stichprobenartige und risikobezogene handelt.
Grundsätzlich gilt in der Schweiz, wer ohne Vignette die vignettenpflichtigen Straßen nutzt und dabei erwischt wird, kann ein Bußgeld in Höhe von 200 Franken zahlen. Außerdem muss eine gültige Vignette von 40 Franken nachgekauft werden. Deshalb sollte man lieber im Vorhinein die Vignette kaufen!
Die Texterstellung erfolgte in Kooperation mit einem externen Redakteur.

