CampusGarten für den Deutschen Engagementpreis nominiert

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Philipp Heilgenthal

2. Oktober 2023

Patrick Friedl im CampusGarten

Landtagsabgeordneter Patrick Friedl beim Besuch des CampusGartens mit Mitgliedern des Referats für Ökologie und der Studierendenvertretung (SSR). Foto: Elmar Müller.

Der CampusGarten der Universität Würzburg ist für den Deutschen Engagementpreis nominiert und hat damit die Chance auf bundesweite Aufmerksamkeit und ein Preisgeld von 10.000 Euro. In einer Pressemitteilung wirbt der Würzburger Landtagsabgeordnete Patrick Friedl für das Ökologieprojekt. Damit der CampusGarten am Ende gewinnen kann, ist die Einrichtung auf Stimmen von Unterstützerinnen und Unterstützer beim Online-Voting angewiesen.

Gelungene Kombination aus ökologischem Anbau, Naturschutz und Klimaanpassung

Der CampusGarten ist als sogenannter ökologischer 3-Zonen-Garten angelegt, bestehend aus Ertragszone (Gemüsebeete), Pufferzone (schützende Hecken und Bäume) und Hot-Spot-Zone (nährstoffarme Wildwiesen). Dieses Konzept vereint die Vorteile der Permakultur mit denen des Naturgartens. Das daraus entstehende Kreislaufsystem ist geschlossen und ressourcenschonend, verbindet menschliche Nutzung mit Förderung der Biodiversität. So besteht der Garten neben Gemüsebeeten aus vielfältigen Biotopen wie Teichen, Sandarien, Benjeshecken und Eidechsenburgen. Bei der Auswahl der Pflanzen wurde besonderes Augenmerk auf ihre Dürre- und Hitzeverträglichkeit und damit auf Klimaresilienz gelegt. Friedl gibt sich von seinem jüngsten Besuch in der Gartenanlage begeistert: „Genau diese Kombination aus ökologischem Anbau, Naturschutz und Klimaanpassung gilt es in Zeiten des Klimawandels konsequent zu verfolgen.“

Als die Studierendenvertretung bei den Campuslichtern überrannt wurde

Alles in Eigenregie: Deutschlandweit erfolgreichstes Projekt seiner Art

Die Gartenparzellen für den Gemüseanbau werden kostenfrei an Studierende vergeben. Sie können allein oder in Gruppen bewirtschaftet werden. Mit bald 100 studentischen Gärtnerinnen und Gärtnern ist der CampusGarten das deutschlandweit erfolgreichste Projekt seiner Art. Einige von ihnen betreiben sogar eine eigene Imkerei. Auf synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger wird dabei völlig verzichtet. Ein Teil jeder Parzelle muss für die Allgemeinheit gepflegt werden, der Rest dient der privaten Ernte. Erdacht und organisiert wurde das Projekt vom Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit der Studierendenvertretung („RefÖko“). Alles wird von den Studentinnen und Studenten in Eigenregie auf die Beine gestellt.

Nach nur sieben Jahren musste bereits ein Umzug erfolgen

So auch der jüngste Umzug. Denn nachdem der erste CampusGarten erst 2015 am Emil-Hilb-Weg neben dem Sprachenzentrum angelegt wurde, so musste er bereits im letzten Jahr einer Baustelle weichen. Am neuen Standort in der Emil-Fischer-Straße – ebenfalls auf dem Campus Hubland Nord – erstreckt sich die ökodynamische Gartenanlage inzwischen auf einer Fläche von 2.000 m2.

Wer das Projekt CampusGarten unterstützen möchte, kann dafür bis zum 24. Oktober unter dem folgenden Link für den Deutschen Engagementspreis stimmen: www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/nominierte/referat-fuer-oekologie-und-nachhaltigkeit-der-studierendenvertretung-der-universitaet-wuerzburg

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