Radweg entlang des Hauptfriedhofs geht in die finale Bauphase

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Philipp Heilgenthal

16. Oktober 2023

1012 Johann-sperl-Geh- und Radweg-1

Die Arbeiten für die Errichtung der Stützmauer, die den Grünstreifen und die neuen Baumstandorte auffangen soll, beginnen. Im Bild (von links): Stadtrat Josef Hoffmann, Stadtbaurat Benjamin Schneider, Lukas Müller (Müller Bau GmbH Bad Bocklet), Annette Messerer (Leiterin Fachbereich Tiefbau und Verkehrswesen), Violetta Neumann (Fachabteilungsleiterin Straßenbau). Foto: Gerhard Bemerl.

2019 wurde die ehemalige Johann-Sperl-Straße zwischen Siligmüllerbrücke und Schweinfurter Straße in Würzburg abgerissen und entsiegelt. 12.000 Tonnen wurden dabei abgebrochen, um neue Grünflächen und einen neuen Fahrradweg zu schaffen. Dieser ist zwar bereits seit einiger Zeit in Betrieb, ist nun jedoch wieder gesperrt, da das Projekt in die finale Bauphase getreten ist.

Hohlkasten wird nicht mehr als Baufeld benötigt – Arbeit kann weitergehen

Denn mit der Fertigstellung der Siligmüllerbrücke wird die Fläche des bisherigen Hohlkastens nicht mehr als Baufeld oder Arbeitsfläche für den Brückenbau benötigt. Daher kann das Projekt eines zusätzlichen Fußwegs, einer durchgängigen Straßenbeleuchtung und der Pflanzung von Bäumen zwischen Hauptfriedhof und Bahnstrecke nun in Angriff genommen werden. So konnte der städtische Fachbereich Tiefbau und Verkehrswesen vor wenigen Tagen mit dem Bau des neuen Geh- und Radwegs und damit der Verlängerung der Radachse 4 beginnen. Diese ist als Verbindung zwischen der Radachse 1 (Sanderau – Hubland – Gerbrunn) und 3 (Zellerau – Rottendorf) vorgesehen.

Zusätzlicher Fußweg und 25 neue Bäume – Untergrund schafft Probleme

Der Fußweg ist auf der Seite der Friedhofsmauer geplant. Entlang dieses Wegs wird eine Grünfläche mit neuen Baumstandorten geschaffen. Das Problem dabei: „Der Untergrund der Fläche besteht im Grunde aus Schutt“, erklärt Baureferent Benjamin Schneider. „Daher muss die gesamte Fläche, über der der Grünstreifen mit 25 neuen Bäumen entstehen soll, aufwändig aufbereitet, die Baumgruben ausgehoben und mit Substrat verfüllt werden.“ Zudem ist es notwendig, um überhaupt Bäume pflanzen zu können, das Gelände auf einer Länge von etwa 60 Metern mit einer Winkelstützmauer abzufangen.

Ein letzter Blick auf verschwendeten Raum zwischen Johann-Sperl-Straße und Friedhofsmauer. Foto: Claudia Lother

So sah der Betonklotz Johann-Sperl-Straße früher aus. Der Platz zwischen der Straße und der Friedhofsmauer war verschenkt. Foto: Claudia Lother

13 neue Parkplätze für Friedhofsbesucher und WC-Anlage

Daneben werden am nördlichen Ende des Weges (im Anschluss an die Raiffeisenstraße) zwölf Stellplätze und ein Behindertenparkplatz für Friedhofsbesucherinnen und -besucher geschaffen. Für die geplante WC-Anlage müssen die bestehende Wasserleitung erneuert und die Hausanschlüsse hergestellt werden. Die Friedhofsmauer wird zudem hier an zwei Stellen durchbrochen, um zwei neue barrierefreie Zugänge zu schaffen. Als nördlicher Abschluss der Baumaßnahme ist im Kreuzungsbereich Beethovenstraße/Raiffeisenstraße die Erneuerung der Asphaltdeckschicht sowie die Errichtung einer neuen Querungsstelle vorgesehen.

Radweg erneut für ein halbes Jahr gesperrt

Das alles kostet natürlich viel Zeit und Geld. Die Stadt Würzburg hat für das Ende der Baumaßnahme etwa 750.000 Euro veranschlagt. Sie soll Ende April abgeschlossen werden. Bis dahin ist die Verbindung für Fußgängerinnen und Radfahrer gesperrt. Alternativ kann man bis dahin die Strecke parallel zum Südring über den Ringpark oder über die Siligmüllerbrücke und weiter über die Mönchbergstraße umgehen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

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