Kinderpornografie: Durchsuchungsaktion führt zu Beweismaterial

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Katharina Kraus

14. November 2023

Die Kriminalpolizei ermittelt. Symbolfoto: Pascal Höfig
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Die Kriminalpolizei ermittelt. Symbolfoto: Pascal Höfig

Die Kriminalpolizei Würzburg hat in enger Absprache mit dem Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und der Staatsanwaltschaft Würzburg am Donnerstag insgesamt neun Objekte in der Region Mainfranken durchsucht. Im Zuge mehrerer Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte wurde eine Vielzahl an Beweismitteln sichergestellt.

Starker Anstieg von Fallzahlen

In den vergangenen Jahren ist ein sehr starker Anstieg der Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung pornografischer Schriften und speziell der Verbreitung von kinderpornografischen Schriften zu erkennen. Im Bereich des Polizeipräsidiums Unterfranken war bereits von 2020 auf 2021 eine Steigerung der Fallzahlen von 496 Taten auf 635 Taten (+28 %) festzustellen. Auch im Jahr 2022 setzte sich diese Entwicklung fort und es gab einen nochmaligen Anstieg auf 766 Fälle (+20,6 %).

Koordiniertes Vorgehen gegen Kinderpornografie

Um die Verbreitung von Kinderpornografie konsequent zu bekämpfen, unternehmen Polizei und Justiz bereits seit geraumer Zeit erhebliche Anstrengungen. Zur qualifizierten und effizienteren Abarbeitung des bisherigen und in Erwartung des zukünftigen Anzeigenaufkommens hat das Polizeipräsidium Unterfranken eigene „Arbeitsgruppen Kinderpornografie“ bei den drei Kriminalpolizeiinspektionen im Regierungsbezirk eingerichtet. Die dazugehörigen Beamten beschäftigen sich seit Juli 2021 schwerpunktmäßig mit allen Delikten im Zusammenhang mit dem Besitz und der Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie und arbeiten hierbei eng mit den unterfränkischen Staatsanwaltschaften und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zusammen, bei der bereits seit Oktober 2020 das Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) angesiedelt ist.

Neun Durchsuchungen – Umfangreiches Datenmaterial sichergestellt

Am Donnerstag führten die Beamten der Kriminalpolizei Würzburg mit Unterstützung des Unterstützungskommandos der Würzburger Bereitschaftspolizei die großangelegte Durchsuchungsaktion durch, die sich gegen insgesamt elf Beschuldigte richtete. Hierbei vollzogen die Polizisten mehrere richterliche Durchsuchungsbeschlüsse gegen die Männer, denen Straftaten im Zusammenhang mit Kinder- und Jugendpornografie vorgeworfen werden. In den Wohnungen der Beschuldigten stellten Ermittler umfangreiches Beweismaterial in Form von elektronischen Geräten und Speichermedien sicher, die nun aufwendig von IT-Forensikern ausgelesen und ausgewertet werden müssen. Bei zwei Tatverdächtigen stellte die Polizei zusätzlich geringe Mengen Betäubungsmittel sicher.

Die nun nachfolgenden Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Würzburg in enger Absprache mit dem ZKI und der Staatsanwaltschaft Würzburg geführt.

Bilanz von Staatsanwaltschaft und Polizei

Das vorläufige Ergebnis der konzertierten Aktion wird von Polizei und Staatsanwaltschaft als Erfolg im Kampf gegen Kinder- und Jugendpornografie gewertet. Durch die neuerliche Aktion wurde den Tatverdächtigen deutlich aufgezeigt, dass sie sich in der Anonymität des Internets nicht verstecken können. Da hinter jedem Fall von Kinder- und Jugendpornografie Opfer und Schicksale stehen, werden Polizei und Justiz auch in Zukunft mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln daran arbeiten, den Straftätern das Handwerk zu legen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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