Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie: Ermittlungsverfahren gegen Lehramtsstudenten

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Katharina Kraus

16. Januar 2024

Symbolfoto Kriminalpolizei. Foto: Pascal Höfig
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Symbolfoto Kriminalpolizei. Foto: Pascal Höfig

Die Kriminalpolizei Schweinfurt und das Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) führen Ermittlungen gegen einen Lehramtsstudenten, der als Aushilfslehrkraft im Landkreis Haßberge tätig war. Dem Beschuldigten wird der Besitz von Kinderpornografie sowie die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen vorgeworfen.

Heimlich Fotos während Schwimmunterricht gemacht

Nachdem bekannt geworden war, dass der Beschuldigte im Besitz von kinderpornografischen Inhalten sein soll, nahm die Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt unverzüglich gemeinsam mit dem ZKI die Ermittlungen auf. Bei der Sichtung von im Rahmen einer Durchsuchungsmaßnahme sichergestellten Beweismitteln ergaben sich Verdachtsmomente, wonach der Beschuldigte auch Aufnahmen in einer Schule im Landkreis Haßberge, an welcher er unterrichtet hatte, angefertigt haben soll. Diese Aufnahmen wurden offensichtlich heimlich anlässlich des Schwimmunterrichts gefertigt. Ermittelt wird in diesem Zusammenhang wegen des Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen.

Keine Anzeichen von sexuellen Übergriffen

Inwiefern von Schülerinnen und Schülern auch kinderpornografische Aufnahmen gefertigt wurden, ist ebenfalls Gegenstand der laufenden Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft. Es bestehen derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass es zu sexuellen Übergriffen seitens des Beschuldigten gekommen ist.

Spezielle Infoveranstaltung für Eltern

Die Eltern aller Schülerinnen und Schüler der betroffenen Schule wurden im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Montagabend über die Vorwürfe und Ermittlungen informiert. Ein Netzwerk von Vertretern des Kriseninterventions- und Krisenbewältigungsteams bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen (KIBBS), des Schulamtes, der Schule, sowie der Kriminalpolizei Schweinfurt und der polizeilichen Betreuungsgruppe stand hier als fachlicher Ansprechpartner im Austausch mit den Eltern.

Arbeitsrechtliche Schritte gegen Lehrkraft eingeleitet

Im Rahmen der fortdauernden Ermittlungen steht die Kriminalpolizei Schweinfurt weiterhin in engem Kontakt zu der Schule, an welcher der Tatverdächtige zuletzt beschäftigt war. Der Beschuldigte wurde unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben an der Schule entbunden. Die Regierung von Unterfranken hat arbeitsrechtliche Schritte gegen die Lehrkraft eingeleitet.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Bamberg.

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