Hilferuf: Katzenhilfe Würzburg steht vor Aufnahme- und Behandlungsstopp

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Katharina Kraus

15. Februar 2024

Die Katzenhilfe Würzburg braucht dringend Hilfe. Fotos: Katzenhilfe Würzburg
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Die Katzenhilfe Würzburg braucht dringend Hilfe. Fotos: Katzenhilfe Würzburg

Sie helfen stets anderen, doch jetzt braucht der Tierschutzverein Katzenhilfe Würzburg selbst Hilfe! Mit einer emotionalen Botschaft richtet sich der Verein an die Öffentlichkeit, um die aktuelle Situation zu schildern und natürlich auch, um die ein oder andere Spende zu generieren.

Schauriger Tiefpunkt für den Tierschutz

„Man muss es so klar sagen: Uns geht der Ar… auf Grundeis. 2023 war für den deutschen Tierschutz ein schauriger Tiefpunkt. Und auch uns als Katzenhilfe in und um Würzburg hat es erwischt. Die GOT-Änderung hat zu extremen Anstiegen bei den Tierarztkosten geführt. Hinzu kommen Massen an Katzen, die vorherige Jahre übersteigen. In Bayern gibt es aktuell 300.000 Streunerkatzen, in Unterfranken zehntausende. 99 % davon sind krank“, heißt es in einer Pressemeldung des Vereins.

Über 170.000 Euro Tierarztkosten in 2023

Im Jahr 2023 habe die Katzenhilfe Würzburg über 170.000 Euro allein an Tierarztrechnungen bezahlt. Und es seien aktuell nicht mal alle Rechnungen für 2023 eingegangen. Bei einer Vermittlungsgebühr von 230 Euro habe der Verein zuvor meist ein Vielfaches an Tierarztkosten ausgegeben, damit die Katze fit für die Vermittlung ist.

Hinzu kamen in 2023 weitere Posten wie etwa 11.000 Euro Futterkosten für die circa 30 Futterstellen in Unterfranken, an denen Streunerkatzen unterstützt werden – und das, obwohl viele Ehrenamtliche selbst Futter kaufen.

„Wir brauchen dringend Spenden!“

„Wir müssen dringlichst um Geldspenden bitten. Als Verein stehen wir vor der Wahl: Behandlungs- und Aufnahmestopp und somit die Hilfe für Unterfrankens Streuner auf ein Minimum runterfahren. Oder zahlungsunfähig und dadurch endgültig handlungsunfähig werden“, so Inka Sörries, 2. Vorsitzende.

Nach aktuellem Stand habe die Katzenhilfe Würzburg in 2023 circa 650 Kastrationen gestemmt. Den Streunern wird so massives Leid und Risiko erspart. Und nur durch flächendeckende Kastration lasse sich die Population kontrollieren. Hochgerechnet ergibt sich eine vorläufige Schätzung von 800 bis 1.000 tierärztlich versorgten Streunern in 2023, obwohl leider bereits einige Fälle abgelehnt werden mussten, heißt es.

Das Jahr 2024 kündigt sich schon jetzt als ein noch schlimmeres Jahr an, so die Katzenhilfe. „Zwischen Oktober und März letzten Jahres hatten wir in Vorjahren eine kleine Verschnaufpause. Stattdessen ging es im Herbst und Winter 2023 nahtlos weiter. Mittlerweile gibt es durchgehend Kitten, tragende Mutterkatzen und Notfälle.“

Die Katzenhilfe Würzburg setzt sich für Unterfrankens Streuner ein. Foto: Katzenhilfe Würzburg

Die Katzenhilfe Würzburg setzt sich für Unterfrankens Streuner ein. Foto: Katzenhilfe Würzburg

(Noch) unsichtbares Leid

Wenn es so weitergehe wie die letzten Jahre, gebe es 2030 in Unterfranken und Bayern solch massenhaft elendige Verhältnisse, wie man sie von den Straßenkatzen in südlichen Ländern kenne, heißt es. „Wichtig ist: Schon jetzt gibt es genau dieses Leid vor unserer Haustür, im eigenen Garten oder Hinterhof. Noch ist es für viele Menschen jedoch nicht sichtbar. Wir erleben es tagtäglich. Wir wollen unbedingt Unterfrankens Streunerkatzen helfen können. Bitte helft uns dabei. Bitte spendet und teilt unseren Hilferuf!“, so Inka Sörries.

Wer helfen möchte: 

Für Spendenquittung bitte Postanschrift im Betreff angeben.

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