Würzburgerin mit Betrugsmasche „Love-Scamming“ um Erspartes gebracht

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Katharina Kraus

18. März 2024

Symbolfoto: Pascal Höfig
Festnahme

Festnahme. Symbolfoto: Pascal Höfig

Bereits im Jahr 2021 gelang es einem Betrüger durch sogenanntes „Love-Scamming“ eine Dame aus Würzburg um ihr Erspartes zu bringen. Die junge Frau ließ sich über die wahren Absichten der Internetbekanntschaft täuschen und übergab rund 40.000 Euro. Die Polizei mahnt weiterhin zur Vorsicht, wenn „Internet-Freunde“ plötzlich hohe Geldbeträge fordern.

Betrugsmasche „Love-Scamming“

Die Masche der Betrüger läuft immer ähnlich ab. Über Internetportale suchen sie Kontakt zu Frauen und bauen eine Beziehung zu den Damen auf. Hat sich diese Partnerschaft ein wenig gefestigt, fordern die Täter erst kleinere und letztendlich sehr hohe Geldbeträge, die sie als angebliche Ärzte oder Soldaten beispielsweise für Flüge nach Deutschland benötigen würden. Viele der Geschädigten realisieren erst sehr spät oder sogar zu spät, dass der vermeintliche „Freund“ es gar nicht auf Liebe, sondern nur auf Bargeld abgesehen hatte.

Würzburgerin getäuscht

Eine junge Frau aus Würzburg wurde von einer männlichen Internetbekanntschaft durch Aufmerksamkeiten dazu veranlasst, insgesamt rund 40.000 Euro in bar zu übergeben. Zudem überließ die junge Frau dem Mann ihren Pkw. Der Mann erpresste die junge Frau kurze Zeit später mit Geldforderungen gegen Rückgabe des Pkw. Als die Frau den Betrug bemerkte, verständigte diese die Polizei.

Tatverdächtiger festgenommen

Im November 2022 konnte das Fahrzeug der jungen Frau in Hannover sichergestellt werden. Der 32-jährige, in Deutschland lebende russische Tatverdächtige konnte Mitte Februar aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Litauen festgenommen werden. Der Mann wurde am Donnerstagvormittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl aufgrund des dringenden Tatverdachts des gewerbsmäßigen Betruges, der KFZ-Unterschlagung sowie der Erpressung. Der Mann befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.

Warnung der Polizei

Die unterfränkische Polizei nimmt die Tat zum Anlass, erneut vor dem Phänomen „Love-Scamming“ zu warnen:

  • Die Täter schreiben gezielt alleinstehende Personen über das Internet an, um diese später um Geldsummen zu betrügen.
  • Die Unbekannten geben meist vor, sich im Ausland aufzuhalten und dort beispielsweise als Soldaten oder Ärzte tätig zu sein.
  • Sobald man aufgefordert wird, Geld zu überweisen oder zu übergeben, sollte man hellhörig werden und keinesfalls Geldzahlungen leisten.
  • Sobald der Verdacht kommt, der angebliche Partner könnte es nicht nur auf die Liebe, sondern auf die Ersparnisse abgesehen haben, unbedingt Kontakt zur Polizei aufnehmen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg.

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