Die Uni Würzburg freut sich über ihre erste Astronautin
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Paula Schurbohm
13. Mai 2024

Professor Klaus Schilling, Katherine Bennell-Pegg, IfR-Präsident Dr. Fritz Merkle und Campbell Pegg (Der Ehemann der Astronautin). Foto: Klaus Schilling
Erstmals wird eine ehemalige Studentin der Uni Würzburg zu einer Astronautin. Die Australierin Katherine Bennell-Pegg studierte einst in Würzburg. Jetzt hat sie erfolgreich ihre Grundausbildung bei der European Space Agency (ESA) absolviert und ist für die nächste Astronautengeneration ausgewählt.
Die nächste Astronautengeneration
Im April präsentierte die ESA im Astronautentrainingszentrum bei Köln ihre nächste Astronautengeneration. Sechs neue Absolventinnen und Absolventen der Grundausbildung zum Astronauten wurden vorgestellt. Darunter ist auch Katherine Bennell-Pegg. Die Australierin studierte im Wintersemester 2008/09 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg den europäischen Master in Space Science and Technology, kurz SpaceMaster. Für den Ausbildungsplatz zur Astronautin wählte man sie aus etwa 22.500 Bewerbungen aus. Einer ihrer ersten offiziellen Termine war am 27. April im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln die 52. Jahrestagung des Internationalen Förderkreises für Raumfahrt (IfR).
Einjährige Grundausbildung
In der einjährigen Grundausbildung standen für Bennell-Pegg und ihre Kolleginnen und Kollegen neben wissenschaftlichen Grundlagen, etwa Biologie und Labortechnik, auch der Umgang mit der Schwerelosigkeit sowie Sicherheits- und Überlebenstrainings auf dem Lehrplan.
Leiter der Gruppe war der bekannte deutsche Astronaut Alexander Gerst. Auf die Grundausbildung folgt nun ein Missionstraining. Hier verschiebt sich der Fokus auf die konkreten Herausforderungen, die im Weltraum warten. Zum Beispiel die geplanten wissenschaftlichen Experimente auf der Raumstation ISS oder auch das Arbeiten im Raumanzug.
Professor ist „überrascht und stolz“
Professor Klaus Schilling, der an der JMU bis 2022 Lehrstuhlinhaber für Informatik VII, und treibende Kraft hinter dem SpaceMaster-Studiengang war, war bei der Feier in Köln anwesend: „Natürlich ist man überrascht und auch stolz, wenn jemand dann plötzlich oben am Podium steht und sich sehr positiv an die Studienzeit in Würzburg erinnert! Dass aus all den Bewerbungen, die über verschiedene Auswahlstufen weiter ausgedünnt werden, bei den letzten verbliebenen sechs eine ehemalige SpaceMaster-Studentin aus Würzburg mit dabei sein wird, war wirklich nicht zu erwarten!“
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Julius-Maximilian-Universität Würzburg.

