Neuer Standort für das Africa Festival: Was sagt Würzburg dazu?

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Jona Maxwitat

30. Juli 2025

Das Africa Festival auf den Mainwiesen. Foto: Patty Varasano.
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Das Africa Festival auf den Mainwiesen. Foto: Patty Varasano.

Nach über drei Jahrzehnten voller Musik, Tanz, Begegnungen und kulturellem Austausch endet eine Ära: Das Internationale Africa Festival in Würzburg wird vorerst nicht mehr auf den Mainwiesen stattfinden. Der veranstaltende Verein Afro Project e.V. hat das Aus bekannt gegeben, so die Main-Post.

Die Gründe für diese Entscheidung sind vielfältig und zeigen, wie sehr sich die Rahmenbedingungen für Großveranstaltungen in den vergangenen Jahren verändert haben. Neben den Belastungen durch die Corona-Pandemie machten dem Festival zuletzt auch steigende Kosten und die zunehmende Unberechenbarkeit des Wetters zu schaffen. Vier Festivaltage mussten im vergangenen Jahr wegen Starkregen abgebrochen werden.

Trotz aller Herausforderungen bleibt das Africa Festival ein Leuchtturmprojekt: Was 1989 im kleinen Rahmen begann, wurde zu einem der größten Festivals für afrikanische Musik und Kultur in Europa. Ob und wie es weitergeht, soll nach einer Sommerpause entschieden werden.

Die Reaktionen auf das Standortaus des Festivals sind vielfältig

In den Sozialen Medien bedauern viele Kommentatorinnen und Kommentatoren das Ende des Festivals auf den Mainwiesen:

  • Rebecca auf Instagram schreibt: „Sooo schade, es war aber auch wirklich nicht mehr das, was ich aus der Kindheit kannte… hoffentlich finden sie eine gute Alternative und nutzen Veränderungen positiv!“
  • Andreas auf Instagram: „Bitte zurück auf Start.“
  • Kitty auf Instagram: „Ich finde das sehr schade und kann mir Würzburg nicht ohne Africa Festival vorstellen.“
Das Africa Festival in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Das Africa Festival in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Andere wiederum betrachten die Veränderungen des Festivals der letzten Jahre kritisch und sehen das Ende eher als konsequente Folge einer Entwicklung, mit der sie sich schon länger nicht mehr identifizieren konnten:

  • Sven auf Facebook: „Gott sei Dank!“
  • Werner auf Facebook: „Wegen mir brauche ich das überteuerte Festival überhaupt nicht mehr. Die haben selber Schuld mit jedem Jahr alles teurer, Eintritt, Essen, Trinken und sonstige Sachen! Verrückt! […]“
  • Claudia auf Instagram: „Ich fand es früher auch besser. Zum Schluss war es einfach zu teuer.“
  • Katrin auf Instagram: „Früher war es einfach besser, jetzt zahlt man viel Geld und man bekommt nichts geboten…“

Es blicken also nicht alle nur mit Wehmut auf die Entwicklung der letzten Jahre zurück: Viele langjährige Besucherinnen und Besucher äußern, dass die Eintrittspreise deutlich gestiegen seien, und das Festival habe sich über die Jahre stark verändert – der ursprüngliche Charakter, der das Festival einst auszeichnete, sei zunehmend verloren gegangen.

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