Hitze in Würzburg: Vorschläge der Community zu Gegenmaßnahmen
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Manuel Scholze
26. August 2025

An Hitzetagen ist auch der Marktplatz in Würzburg wie leergefegt. Foto: Bassel Matar
Wenn in Würzburg die Hitzetage anbrechen, staut sich die Wärme in den Straßen und auf den Plätzen der Innenstadt wie in einem Backofen. Während in den Randgebieten der Stadt die Temperaturen oft schon am frühen Abend wieder sinken, bleibt es im Zentrum häufig deutlich länger heiß – mit Unterschieden von teils mehr als fünf Grad. Kein Wunder also, dass viele Würzburgerinnen und Würzburger in der Sommerhitze lieber das Weite suchen. So schildert User Stefan seine Erfahrungen auf unserem Facebookkanal: „Im Sommer Würzburg zu besuchen oder einzukaufen, das vermeide ich persönlich, da die Hitze ab mittags ziemlich unangenehm werden kann.“
Weit über 100 Kommentare auf Facebook und Instagram
Damit ist Stefan nicht allein. In den sozialen Netzwerken diskutieren die Menschen engagiert über das Thema Hitze, teilen ihre Beobachtungen aus dem Alltag und machen Vorschläge, wie das Klima in der Stadt angenehmer gestaltet werden könnte. Von mehr Grünflächen bis hin zu Wasserspendern – die Ideen sind vielfältig. Die populärsten Stimmen aus der Community haben wir im Folgenden zusammengefasst.
Hitze, Schatten, Ideen: Die Würzburger Community diskutiert
- Alexandra schreibt auf Facebook: „Hitzeschutz tut Not! Und da hilft kein dürres Bäumchen am Sternplatz. Das gilt auch für den Kardinal-Faulhaber-Platz, wo Schuchardt nach seiner Niederlage für ein Parkhaus drei lächerliche Bäumchen in Kübeln aufstellen ließ. Büsche, Bäume, Rasen, wo immer es möglich ist! Weniger Glasflächen.“
- Nini schreibt auf Instagram: „Mehr Bäume und Grünflächen wären nach meiner Meinung unbedingt notwendig. Und es müssten Bäume sein, die mit der Trockenheit und Hitze klarkommen. Viele Ahörner sind am Kaputtgehen (Pilze) und die Kastanien sehen auch echt übel aus.“
- May schreibt auf Instagram: „Trinkwasserspender wären gut, bei denen man seine Wasserflaschen auffüllen kann.“
- Eulenbaueru schreibt auf Instagram: „Die Altstadt ist doch sehr eng. Bäume brauchen Wasser und tiefen Grund. Das ist nicht machbar. Das sieht man doch an dem umgebauten Platz am Rathaus/Alte Mainbrücke. Extrem viel Geld für fast nix. Da fände ich mobile Kübel, Schirme und Bänke besser. Kein baulicher Aufwand. Und mal ehrlich: Von 365 Tagen sind wie viele überhaupt so warm? Also lasst bitte die Kirche im Dorf.“
- Fsabonchi schreibt auf Instagram: „Die Stadtplanung in Würzburg ist, was das angeht, wohl ein Witz! Vor allem die Altstadt ist komplett versiegelt.“
- Andrea schreibt auf Facebook: „Eine Stadt ist eine Stadt! Wir haben genügend Grünflächen! Es wäre lediglich schön, wenn wir noch mehr funktionierende Brunnen hätten; und Wasserspender auch in den Außenbezirken, statt nur in der Innenstadt!“
- Frank F. schreibt auf Facebook: „Nur mal zum Nachdenken: Ein Großteil der Würzburger Grünanlagen (Steinbachtal, Ringpark, Sieboldswäldchen u.v.m.) wurden im, heute meist pauschal diffamierten, Kaiserreich zwischen 1870 und 1914 maßgeblich vom Verschönerungsverein unterstützt oder geplant, angelegt – weil es schon damals in Würzburg zu heiß und staubig war, weil zu wenig grün. Da gab es weder eine nennenswerte Anzahl von Autos noch den Begriff Klimawandel. Und heute? Alibimaßnahmen, aufgeheizte Debatten um nichts. Stattdessen werden oftmals auch von Genossenschaften die früher bewusst angelegten großen Gärten bei Wohnanlagen mit größeren Gebäuden schrittweise zugebaut. Man sollte ruhig mal in die etwas weitere Vergangenheit zurückschauen und daraus Ansporn für richtige Schlüsse holen. Sogenannte Klimabürgermeister helfen dabei in der Regel nicht wirklich, auch keine Popupradwege, um Autofahrer zu vertreiben. Alte Grünanlagen ausbauen und besser erhalten, gerade auch die öffentliche Sicherheit dort, v.a. in der Nähe des Bahnhofs. Was nützen sie sonst für die Allgemeinheit, wenn man sich dort nicht mehr aufhalten will oder kann? Baut Alleen, wo sie früher waren, zum Beispiel untere Leistenstraße. Alte Biergärten wieder stadtnah erlauben, wo sie früher waren: Charlotteterrassen, Beerscher Felsenkeller etc.“
- Helmut schreibt auf Facebook: „Auf jeden Fall, am unteren Markt ist es, glaube ich, am wichtigsten. Man könnte ja Sonnensegel aufbauen, die man mit Stangen am Boden fixiert, somit kann man die Segel dann bei kühlerem Wetter sowie bei Veranstaltungen einfach abbauen. Die Planung mit Bäumen in Blumenkübeln ist, glaube ich, nicht so sinnvoll, denn die müssen ja erst mal die Größe bekommen, damit sie überhaupt Schatten spenden. Dazu kommt noch der aufwendigere Auf- und Abbau. Noch dazu ist das eine Kostenfrage – die Sonnensegel sind schnell auf- und abgebaut und kosten weit weniger.“
- Margret schreibt auf Facebook: „Also ich finde, es gibt in Würzburg viele schattige Plätze und viele Bäume am Main, im Ringpark und im Hofgarten, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Der untere Marktplatz ist leider eh nicht einladend, da bringen auch Blumenkübel nichts. Der Platz gegenüber dem Theater ist mit diesen hässlichen Kübeln auch kein Anziehungspunkt. Es hat jetzt wochenlang geregnet, gerade ist es heiß, entweder ich meide dann den Marktplatz und besuche das Mainufer oder bleibe eben zu Hause in kühlen Räumen – nur meine Meinung.“
- Matthias schreibt auf Facebook: „Mal ehrlich, wir haben von 365 Tagen im Jahr gut 10 Tage mit über 30 Grad. Ich denke, wir haben andere Probleme im Land. Bäume pflanzen, Autos abschaffen, Parkplatz begrünen … ist das in der Innenstadt realistisch? Ich denke, nein.“
- Birgit schreibt auf Facebook: „Sprühnebelduschen und beschattete Sitzplätze am unteren Markt wären schön.“

Sommerhitze. Symbolfoto: Pascal Höfig
Einigkeit: Maßnahmen zur Abkühlung in Innenstadt sind nötig
Die Community ist sich einig, dass die Hitze in der Innenstadt ein Problem ist und Maßnahmen zur Abkühlung nötig sind – besonders Grünflächen, Wasserspender und Schatten werden einhellig gefordert. In der praktischen Umsetzung, dem Ausmaß und den Prioritäten gibt es jedoch unterschiedliche Ansichten: Während manche pragmatische, kurzfristige Lösungen bevorzugen, wünschen sich andere weitreichende, auch städtebauliche Veränderungen.
Was denkst du?
Wie geht es dir mit der Hitze in Würzburg? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare auf Facebook!

