Bushaltestellen in Würzburg mit neuen Namen
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Philipp Heilgenthal
4. September 2025

Busbahnhof in Würzburg. Foto. Silvia Gralla
Einige Bushaltestellen in Würzburg erhalten ab dem 16. September neue Namen. Ziel der Umbenennungen ist es, die Orientierung für Fahrgäste zu verbessern, Verwechslungen zu vermeiden und eine einheitlichere Beschilderung im Stadtgebiet zu schaffen, wie die WVV in einer Pressemitteilung schreibt. Wir haben alle betroffenen Haltestellen zur Orientierung fotografiert und erklären, warum es – laut WVV – Sinn macht, sie umzubenennen.
Aus „Berliner Ring“ wird „Sozialgericht“

Die Haltestelle „Berliner Ring“ in der Ludwigsstraße heißt nun „Sozialgericht“. Foto: Philipp Heilgenthal
Der Berliner Ring ist ein markanter, riesiger Kreisverkehr im Ringpark. Deshalb wurde die Haltestelle am Ende der Ludwigsstraße gleich daneben nach ihm benannt. Für Verwirrung sorgt jedoch der auf der anderen Seite angeschlossene Berliner Platz, nachdem eine Straßenbahnhaltestelle benannt ist. Um Irrtümer zwischen den beiden Haltestellen zu vermeiden, wird die Bushaltestelle Berliner Ring in „Sozialgericht“ umbenannt. Denn das Würzburger Sozialgericht befindet sich unmittelbar neben der Haltestelle.
Aus „Ostbahnhof“ wird „Heidingsfeld Ostbahnhof“

Die Haltestelle „Ostbahnhof“ in Heidingsfeld wird in „Heidingsfeld Ost“ umbenannt. Foto Philipp Heilgenthal
Vor wenigen Jahren wurde der Bahnhaltepunkt „Heidingsfeld Ost“ reaktiviert. Die danebengelegene Bushaltestelle hieß bisher jedoch schlicht „Ostbahnhof“. Dies war besonders verwirrend, da Heidingsfeld im Würzburger Südwesten gelegen ist und man meinen könnte, die Haltestelle läge im Osten Würzburgs. Daher erachtete die WVV den Zusatz „Heidingsfeld“ als wichtig, gerade wenn man eine Busverbindung zum neuen alten Heidingsfelder Haltepunkt sucht.
Aus „Busbahnhof“ wird „Hauptbahnhof ZOB“

Der Busbahnhof am Hauptbahnhof wird in „Hauptbahnhof ZOB“ umbenannt. Foto: Pascal Höfig
In vielen größeren Städten gibt es einen Zentralen Omnibusbahnhof, kurz ZOB. Nicht immer befindet sich ein ZOB jedoch unmittelbar neben dem Hauptbahnhof für Züge. Um genau darauf hinzuweisen, dass man auch am ZOB direkt zum Würzburger Hauptbahnhof gelangt, wird die Haltestelle „Busbahnhof“ in „Hauptbahnhof ZOB“ umbenannt. Damit knüpft der Name auch an die Straßenbahnhaltestellen „Hauptbahnhof West“ und „Hauptbahnhof Ost“ an.
Aus „Philosophisches Institut“ wird „Philosophische Fakultät“

Die Haltestelle „Philosophisches Institut“ am Galgenberg wird in „Philosophische Fakultät“ umbenannt. Foto: Manuel Scholze
Die Namensgebung der Fakultäten, Institute und Lehrstühle der Universität Würzburg können manchmal verwirrend sein und haben im Laufe der Zeit manch eine Namensänderung erlebt. Inzwischen ist im Gebäude am Galgenberg die Philosophische Fakultät untergebracht. Seltsamerweise ist das Philosophische Institut – an dem man eben Philosophie studieren kann – gar kein Teil der Philosophischen Fakultät, wo man unter anderem Sprach- und Kulturwissenschaften studieren kann. Tatsächlich befinden sich die Kursräume des Philosophischen Instituts in der Residenz. Die Namensanpassung der Haltestelle an den Namensänderungen der Uni Würzburg war daher längst überfällig und vermeidet künftig nicht nur manch eine Irrfahrt eines Philosophie-Ersties zu Semesterbeginn.
Aus „Am Hubland“ wird „Campusbrücke“

Die Haltestelle „Am Hubland“ auf dem Weg nach Gerbrunn wird in „Campusbrücke“ umbenannt. Foto: Manuel Scholze
Das Hubland ist groß, sehr groß. Sowohl der neue Stadtteil, als auch der Campus. Genauer gesagt gibt es zwei Campen: Hubland Nord und Hubland Süd. Dadurch gab es bisher mehrere Haltestellen, die nach dem Hubland benannt sind: „Äußeres Hubland“ liegt am Tegut und am Wohnheim „Hubland“, während „Am Hubland“ weit weg davon entfernt an der Straße liegt, die den Campus Hubland Süd mit dem Campus Hubland Nord trennt. Dort wurde 2013 eine wichtige und schicke Rad- und Fußgängerbrücke als Verbindung eingeweiht. Nach ihr wird die Haltestelle auf dem Weg nach Gerbrunn nun sinnvollerweise benannt, also „Campusbrücke“.
Aus „Universitätszentrum“ und „Hubland Mensa“ wird „Universitätsbibliothek A, B und C“

Die Mensa am Hubland der Universität Würzburg. Foto: Philipp Heilgenthal.
Dazwischen gab es bisher die Haltestellennamen „Hubland/Mensa“ direkt an der Straße und „Universitätszentrum“ in einer unterirdischen Einfahrt direkt daneben. Beide Haltestellen heißen nun beide „Universitätsbibliothek“. Dafür hat diese Haltestelle künftig drei verschiedene Steige (A, B und C), ähnlich wie am Busbahnhof… ähh Hauptbanhof ZOB.
Neue Streckenverläufe und Haltestellen der Linien 10 und 29

Die Haltestelle „Magdalene-Schoch-Straße“ am Hubland Nord wird in „Hubland TGZ“ umbenannt. Foto: Manuel Scholze
Bei den Linien 10 (von Sanderring bis Hubland Nord) und 29 (von Hauptbahnhof bis Hubland Nord) ändert sich ab dem 16. September einiges: längere und öftere Abfahrtszeiten sowie direktere Strecken. Außerdem ist künftig zwischen den beiden Linien kein Umstieg mehr nötig. Denn die Linie 10 wird künftig bei jeder vierten Fahrt zur Linie 29 und fährt dann über das Sprachenzentrum weiter bis zum Hauptbahnhof. Umgekehrt fährt jede Linie 29 vom Hauptbahnhof kommend ab der Haltestelle „Hubland TGZ“ weiter als Linie 10 zum Sanderring.
Infolgedessen werden auch zwei Haltestellen umbenannt. Und zwar trug die Haltestelle „Hubland TGZ“ (Technologie- und Gründerzentrum) bisher den Namen der sehr unbekannten, weil noch recht neuen „Magdalene-Schoch-Straße“. Die neue Endhaltestelle der Linie 10 bekommt ebenfalls einen neuen Hubland-Namen und zwar „Campus Hubland Nord“. Sie liegt an der ehemaligen Elementary School der U.S. Army in der Emil-Fischer-Straße. Dafür fährt eben nur noch jeder vierte Bus der Linie 10 (weiter als 29) direkt zum Sprachenzentrum.
Aus „Odenwaldstraße“ wird „Kürnachtalhalle“

Die Haltestelle „Odenwaldstraße“ mitten in Lengfeld wird in „Kürnachtalhalle“ umbenannt. Foto: Manuel Scholze
Die Odenwaldstraße – eine Nebenstraße im Westen des Stadtteils Lengfeld – sagt den wenigsten Würzburgerinnen und Würzburgern etwas. Viel bekannter ist dagegen die an der Bushaltestelle ebenfalls nahe gelegene Kürnachtalhalle des TSV Lengfeld. Damit möchte die WVV insbesondere, aber eben nicht nur Besucherinnen und Besuchern der Sporthalle eine bessere Orientierung bieten.

