Lebkuchen und Co. ab dem Spätsommer – das hält die Community davon
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Lena Frese
18. September 2025

Erste Lebkuchen am 2. August bei Edeka Kolb in Volkach. Foto: Dirk Flieger
Der Duft von Zimt und Nelken, knusprige Lebkuchenherzen, glänzende Schokoladenglasur und ein Teller voller Spekulatius. Weihnachtsgebäck weckt sofort Erinnerungen an Lichterketten, Kerzenschein und gemütliche Winterabende. Kaum ein anderes Lebensmittel ist so eng mit der Advents- und Weihnachtszeit sowie dem Winter verbunden. Doch wer im Spätsommer durch die Supermarktgänge von Würzburg schlendert, reibt sich oft verwundert die Augen: Zwischen Grillkohle und Kürbissen stapeln sich plötzlich Lebkuchen und Dominosteine. Für die einen ein willkommener Vorgeschmack auf die schönste Zeit des Jahres, für andere schlichtweg viel zu früh und ein echter Stimmungskiller. Was denken die Würzburgerinnen und Würzburger darüber? Wir haben nachgefragt, ab wann welches Weihnachtsgebäck in den Supermarktregalen willkommen ist – und ab wann es eher nervt.
Meinungen gehen klar in eine Richtung
„Das ist viel zu früh“ schreibt User Chris G. auf Facebook. Mit dieser Meinung ist er nicht der Einzige. In den Kommentaren wird auf den ersten Blick klar, dass die meisten Userinnen und User den September für zu früh halten, um Weihnachtsgebäck in die Supermärkte zu bringen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, um Weihnachtsgebäck in die Supermärkte zu bringen? Marie L. schreibt „Frühestens Mitte Oktober“ und Theodora S. schließt sich ihrer Meinung an („Ende Oktober würde vollkommen ausreichen“).
Der November scheint für viele Userinnen und User der Punkt zu sein, an dem die Vorfreude auf den Winter und die Weihnachtszeit beginnt. Petra S. schreibt „Ab November kann man es auch aufstellen in den Märkten. Ich laufe daran gemütlich vorbei. Wird erst gekauft, wenn es kalt ist.“ Dieser Meinung schließen sich einige an. Birgit999 gibt auf Instagram zu Bedenken, dass sie derzeit vor allem wegen den Temperaturen noch gar nicht in der Stimmung für Weihnachtsgebäck sei: „Ich habe meine Lieblingslebkuchen schon gesehen. Kaufen tue ich sie erst im November. Jetzt mag ich lieber Eis.“
Hier ein paar weitere ausgewählte Kommentare
„Mitte November langt. Wenn schon Monate vorher der Scheiß im Laden steht, haste am Ende kein Bock mehr drauf.“ – Alexander S.
„Ab St. Martin. So war das früher. Da wurden auch die Schaufenster umdekoriert. Wenn man bei dieser Wärme in den Laden kommt und Lebkuchen und Weihnachtsplätzchen sieht wird es einem übel.“ – Indabel Z.
„Für mich viel zu früh!! November/Dezember langt vollkommen. Ich hänge ja auch keine Ostereier an den Weihnachtsbaum, um mich auf Ostern vorzubereiten“ – Frank L.
„Vor dem 1. Advent sollte es nicht in den Läden stehen.“ Marion H.
„Kurz vor dem 1. Advent! Alles andere nimmt einem die Freude auf Weihnachten. Für die Kinder ist das auch total verwirrend.“ – Cindy M.
Auch auf Instagram haben die Userinnen und User eine klare Meinung unter unserem Beitrag. Amandar.898 schreibt „Ende Oktober/Anfang November“ und toonice.tohate ist der Meinung, dass ein Verkaufsstart Anfang November reichen würde.
Individuelle Entscheidung
Doch nicht alle Userinnen und User stören sich an der frühen Erscheinung des Gebäcks. Viele lassen die Backwaren so lange liegen, bis es sich für sie richtig anfühlt. „Das ist mir völlig egal, ab wann sie in den Regalen stehen. Ich entscheide, wann ich sie esse.“ schreibt Userin Silvie H. auf Facebook. „Wers früher essen will, kaufts früher, wer nicht, der später…“ schreibt Julia M.
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Insgesamt zeigt sich, dass der Großteil der Würzburgerinnen und Würzburger derzeit noch keine Lust auf Weihnachtsgebäck im Supermarkt hat und dem verfrühten Angebot eher zurückhaltend begegnet. Viele möchten die Vorfreude auf Weihnachten nicht zu früh beginnen lassen und greifen deshalb noch nicht zu Lebkuchen und ähnlichen Produkten. Dennoch gibt es auch Menschen, die das frühe Angebot schätzen und schon im Herbst zugreifen. Letztlich bleibt es eine ganz persönliche Entscheidung, wann für jeden Einzelnen die richtige Zeit gekommen ist, um das erste Weihnachtsgebäck in den Einkaufswagen zu legen. Auf unsere Frage, ob man die verschiedenen Spezialitäten mehr differenzieren sollte, zum Beispiel Lebkuchen bereits deutlich früher und dafür Schokonikoläuse erst kurz vor der Adventszeit anzubieten, ging die Community dagegen kaum ein.

