Zwischen Nostalgie und Neubeginn: Das Brothaus spaltet Würzburg

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Jona Maxwitat

6. November 2025

Aus dem ehemaligen Café Michel wurde das Brothaus. Foto: Patty Varasano
Brothaus

Aus dem ehemaligen Café Michel wurde das Brothaus. Foto: Patty Varasano

Seit dem Einzug des Brothauses in die traditionsreichen Räume des ehemaligen Café Michel in Würzburg sorgt dies seit seiner Eröffnung für reichlich Gesprächsstoff. Für die einen ist es endlich frischer Wind in der Innenstadt – für andere der Verlust eines Stücks Stadtgeschichte.

Nach 111 Jahren: Café Michel schließt

Während viele das moderne Design, das vielseitige Brotangebot und den guten Kaffee loben, trauern andere dem vertrauten Ambiente des Café Michel nach. Auf Social Media ist die Stimmung eindeutig: Begeisterung und Enttäuschung liegen nah beieinander.

„Als Bäcker gut – als Café Katastrophe“

Auf Facebook und Instagram melden sich zahlreiche Stimmen mit Kritik.

  • Astrid M. bringt es auf den Punkt: „Als Bäcker gut, als Café Katastrophe…“

Viele teilen ihre Meinung. Die häufigsten Vorwürfe: lange Wartezeiten, überfordertes Personal, hohe Preise und mangelnde Gemütlichkeit.

  • Carola K. schreibt: „Backwaren ok, aber das Café ist ganz furchtbar. Laut, eng und der Service unbegabt.“
  • Auch Heidemarie Z. berichtet von Frust: „Cappuccino bestellt – nach 25 Minuten lauwarm bekommen, der Kuchen kam gar nicht.“

„Ich vermisse das Café Michel“ – Wehmut über verlorene Tradition

Kaum ein Kommentar wird so oft wiederholt wie dieser: „Ich vermisse das Café Michel.“ – viele erinnern sich an das gemütliche Flair, die Holzwände und die legendären Kuchenklassiker.

  • @diesimoni schreibt auf Instagram: „Das Café Michel war individuell, mit Herz und Persönlichkeit. Brothaus ist leider industriell, teuer und ohne Seele.“

Andere bedauern, dass in Würzburg kaum noch klassische Cafés existieren.

  • @puresoul.oils fasst zusammen: „Alles ist jetzt New Age oder Bistro-Style – schade um die echte Café-Kultur.“

Begeisterung über Brotauswahl und Design

Doch es gibt auch viele, die das neue Konzept lieben.

  • Thomas K. lobt auf Facebook: „Nettes Personal, leckeres Frühstück und das Dinkelmeraner Brot ist der Hammer. Qualität hat ihren Preis.“
  • Mario M. zeigt sich begeistert: „Der beste Bäcker in ganz Deutschland! Ich bin seit 20 Jahren treuer Kunde.“
  • Auch auf Instagram gibt’s Lob:
    • @mellys_ho.me schreibt: „Mein Sohn und ich frühstücken immer im Brothaus. Das Brot ist die Wucht!“ und @adiam_adiama meint: „Endlich hat Würzburg einen richtig guten Bäcker!“

Zwischen Schlangestehen und Charmeverlust

Trotz des guten Geschmacks bleibt der Besuch für viele ein Geduldsspiel.

  • „40 Minuten auf Bedienung gewartet, dann gegangen“, berichtet Dorothea M.
  • Nikey S. klagt: „Kaffee kommt ewig nicht, und Reservierungen sind nicht möglich – ein Unding!“

Andere stören sich am Ambiente:

  • „Kommt mir vor wie eine Bahnhofshalle“, schreibt Ursula R., während Jörg M. bemängelt: „Schön eingerichtet, aber Michel war einfach kultiger.“

Fazit: Zwischen Handwerkskunst und Herzblut

Das Brothaus polarisiert. Für viele steht es für modernes Handwerk, frisches Design und hochwertige Backwaren. Für andere ist es Symbol einer Entwicklung, in der Tradition, Charme und Menschlichkeit auf der Strecke bleiben.

Einig sind sich aber fast alle: Das Brothaus hat Würzburg verändert – ob zum Guten oder Schlechten, bleibt Geschmackssache.

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