Multifunktionsarena Würzburg: Der aktuelle Stand des Großprojekts

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Lena Frese

11. November 2025

Arena Würzburg Projektgesellschaft

Zukunftsvision einer Veranstaltung in der Würzburger Multifunktionsarena. Visualisierung: Arena Würzburg Projektgesellschaft

Seit Jahren wird in Würzburg über das Projekt „Multifunktionsarena“ und dessen Machbarkeit geredet. Aktuell scheint es, als würde das Projekt nun doch endlich Fahrt aufnehmen. Auf der neuen Webseite der Projektgesellschaft gibt es einen ausführlichen Überblick über generellen Fakten des Projekts sowie die neuen Entwicklungen des Projekts.

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Ziele und Nutzung der Arena

Die Arena Würzburg soll die fehlende moderne Multifunktionsarena für Konzerte, Shows, Sport- und Businessveranstaltungen in der Stadt schließen.

  • Kapazität: Rund 7.000 Plätze bei unbestuhltem Innenraum (z. B. Konzerte). Für Basketball sind bis zu 6.000 Plätze möglich
  • Nutzung: Geplant sind jährlich etwa 100 Veranstaltungen
  • Attraktives Veranstaltungsangebot für Kultur, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft
    • Sport: Heimspiele der Fitness First Würzburg Baskets und der Würzburger Wölfe, sowie Boxen und eSports
    • Konzerte & Unterhaltung: Internationale Tourneen, Comedy, Musical-Shows
    • Wirtschaft: Kongresse, Tagungen, Ausstellungen und Hauptversammlungen

Vorteile für die Stadt

Die Arena soll moderne Architektur mit Transparenz, Nachhaltigkeit und Dynamik verbinden. Sie soll moderne Technik, flexible Nutzung und optimale Besucherfreundlichkeit bieten. Außerdem soll sie neue Arbeitsplätze schaffen.

  • Klimaneutralität: Die Arena soll klimaneutral betrieben und ein Pilotprojekt für nachhaltiges Bauen werden
    • Das soll durch Einsatz von erneuerbaren Energien, Dach- und Batteriespeicher, Umweltwärmenutzung, Wärmerückgewinnung, begrünte Dachflächen und klimaangepasste Außenanlagen passieren
  • Wirtschaftliche Impulse: Das renommierte dwif-Institut prognostiziert eine jährliche Umwegrendite von über 25 Mio. Euro (Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel) sowie bis zu 90.000 zusätzliche Übernachtungen

Standortvorteil

Der Standort in Bahnhofsnähe wurde bewusst gewählt, um vorhandene Infrastruktur zu nutzen und eine hohe Erreichbarkeit zu gewährleisten. Gerade nach einem Wegfall des Posthallengeländes wird das umso interessanter.

  • Lage: In unmittelbarer Nähe zum Würzburger Hauptbahnhof
  • In unter 10 Gehminuten vom Hauptbahnhof erreichbar
  • Das ÖPNV-Ticket ist im Eintrittspreis enthalten (Bahn, Straßenbahn, Bus im Verbundgebiet Nahverkehr Mainfranken), was die Arena zu einer nachhaltigen Mobilitätsdrehscheibe macht
  • Parken: rund 3.000 Stellplätze in fußläufig erreichbaren öffentlichen Parkhäusern. Parktickets können direkt beim Ticketkauf reserviert werden, Parkplätze sind alle fußläufig in unter 15 Minuten zu erreichen
  • Viele Fahrradstellplätze sowie Shared-Mobility Angebote (E-Scooter, Carsharing etc.)

Finanzierung

Das Projekt wird von der Zukunftsstiftung Würzburg, der Stadt Würzburg, privaten Partnern und Fördermitteln finanziert. Überschüsse aus der Verpachtung fließen über die Stiftung zurück in gemeinnützige Projekte in Würzburg und Umgebung.

Aktueller Stand und Zeitplan: Baubeginn in Sicht

Nach Verzögerungen durch die Pandemie und den Ukrainekrieg sind die Voraussetzungen nun besser. Rund 20 Fachdisziplinen sind aktuell in die Konkretisierung der Planung eingebunden. Das Team besteht laut Website aus vertrauten Partnern und neuen ausgewiesenen Fachleuten. Die planerische Verantwortung liegt beim renommierten Büro Brückner & Brückner Architekten aus Würzburg und Tirschenreuth. Sie hatten bereits 2019 den internationalen Wettbewerb zur städtebaulichen Einbindung und Fassadengestaltung gewonnen.

  • Status: Der Bebauungsplan ist rechtskräftig, der Stadtrat hat grünes Licht für die konkrete Umsetzung gegeben.
  • Voraussichtlicher Zeitplan:
    • 2026: Bauantrag, Baugenehmigung und Vergaben
    • 2027: Baubeginn und Rohbau
    • 2028: Ausbau und Fassadenarbeiten
    • 2029: Fertigstellung der Außenanlagen und Inbetriebnahme (Eröffnung)

Die Multifunktionsarena für Würzburg ist damit kein reines Gedankenspiel mehr, sondern nun mit einem greifbaren Zeitplan verknüpft. Zum Ende des Jahrzehnts könnte somit die Halle am Würzburger Hauptbahnhof als eine mittelgroße Spielstätte Realität werden, die nicht nur Würzburgerinnen und Würzburger, sondern auch Menschen weit darüber hinaus anlocken möchte.

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