Wie und warum feiern wir den Dreikönigstag?

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Michelle Engelbrecht

5. Januar 2026

Krippe mit den drei Königen. Foto: Katharina Kraus
Krippe

Krippe mit den drei Königen. Foto: Katharina Kraus

Der Dreikönigstag ist den meisten Christen ein Begriff. In Bayern, Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt gilt er als gesetzlicher Feiertag. Aber was wird eigentlich genau gefeiert? Epiphanias ist einer der ältesten christlichen Festtage. Er wurde bereits im 2. Jahrhundert zelebriert. Der Anlass ist eine bekannte Erzählung aus der Bibel. Die Heiligen Drei Könige – auch Sterndeuter oder Weisen aus dem Morgenland genannt – folgten demnach dem Stern von Bethlehem. Der Stern führte die Drei in den Stall, in dem Jesus geboren wurde. Auch in Würzburg feiert man jedes Jahr am 6. Januar.

So feiert man in Deutschland

Drei kirchliche Segnungen stehen im Mittelpunkt: Die Wasserweihe, die Segnung des Weihrauchs und die Ausräucherung der Häuser. In Süddeutschland war es Brauch, am Vorabend des Dreikönigstages – also die letzte Rauhnacht – Stall und Haus mit Weihrauch auszuräuchern. Sogar heute noch besprengt man Räume mit dem geweihten Wasser. Mit der geweihten Kreide werden dann an die Türen die Buchstaben C+M+B geschrieben.

Die Buchstaben sind aber keine Abkürzung der Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Gemeint ist der lateinische Segensspruch: “Christus Mansionem Benedicat”. Übersetzt heißt dies: “Christus segne dieses Haus”. Am 6. Januar ziehen Sternsinger von Haus zu Haus, singen, beten und erbitten den Segen für das Haus und die Bewohner. Landesweit sammeln sie Spenden für karitative Zwecke. Die gesammelten Spenden der Sternsinger kommen verschiedenen Hilfsprojekten für Kinder weltweit zugute.

Die alljährliche Sternsingeraktion wird üblicherweise von den örtlichen katholischen Pfarrgemeinden koordiniert. Dabei besuchen einige Pfarreien sämtliche Haushalte in ihrem Einzugsgebiet, während andere ausschließlich jene aufsuchen, die sich zuvor für einen Besuch der Sternsinger angemeldet haben.

Die diesjährige Sternsingeraktion

Die Sternsingeraktion 2026 mit dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“, wobei der Fokus auf Kinderarbeit in Ländern wie Bangladesch liegt, um Kindern Bildung zu ermöglichen.

Das ist in Würzburg los

Die als Könige verkleideten Jugendlichen ziehen auch 2026 in Würzburg wieder von Haus zu Haus. Auch in den Gottesdiensten an Dreikönig oder den darauffolgenden Tagen liegen häufig Segenstüten in den Kirchen aus. Der Segen wird mit nach Hause genommen und man kann auch vor Ort spenden.

Digitaler Segenswunsch

Wer in diesem Jahr nicht zu Hause ist für den Empfang der Sternsinger oder keinen Gottesdienst besuchen möchte, hat trotzdem die Möglichkeit, die Sternsinger zu empfangen: virtuell. Auf der Sternsinger-Website gibt es die Möglichkeit eines digitalen Segens, bei dem die Kinder ganz traditionell ihre Lieder im Kostüm singen und anschließend den Segen aussprechen. Speziell für Würzburg kann man die Messfeier am 6. Januar ab 10 Uhr aus dem Kiliansdom via Live-Video verfolgen. Über die Bistums-Homepage sowie den Social Media-Kanälen kann jeder teilnehmen.

Gottesdienste am 6. Januar 2026 zum Dreikönigsfest

  • 08:30 Uhr: Mainviertel, St. Burkard (Gottesdienst der Fischerzunft)
  • 09:00 Uhr: Frauenland, Unsere Liebe Frau
  • 09:00 Uhr: Frauenland, Mariannhill
  • 09:00 Uhr: Rottenbauer, St. Josef d. Bräutigam
  • 09:00 Uhr: Unterdürrbach, St. Rochus und St. Sebastian
  • 09:00 Uhr: Zellerau, Karmelitenkloster Himmelspforten
  • 09:30 Uhr: Altstadt, Franziskanerkirche (Heilig Kreuz)
  • 09:30 Uhr: Altstadt, Karmelitenkirche / Reuererkirche / St. Josef und St. Maria Magdalena
  • 09:30 Uhr: Altstadt, Juliusspitalspfarrei
  • 09:30 Uhr: Lengfeld, St. Laurentius Ökumenisches Zentrum und St. Lioba
  • 09:30 Uhr: Steinbachtal, Käppele
  • 09:30 Uhr: Zellerau, St. Elisabeth
  • 10:00 Uhr: Mainviertel, St. Burkard
  • 10:00 Uhr: Heidingsfeld, St. Laurentius
  • 10:00 Uhr: Heuchelhof, St. Sebastian
  • 10:00 Uhr: Altstadt, Augustinerkirche
  • 10:00 Uhr: Altstadt, Dom und Neumünster
  • 10:00 Uhr: Versbach, St. Jakobus d. Ältere
  • 10:00 Uhr: Lindleinsmühle, St. Albert
  • 10:30 Uhr: Oberdürrbach, St. Josef d. Arbeiter

Alle Gottesdienste gibt es auf der Webseite des Bistums.

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