Jugendliche Bande sprengt mehrere Zigarettenautomaten in und um Würzburg

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Philipp Heilgenthal

7. Januar 2026

Handschellen. Symbolfoto: Pascal Höfig
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Handschellen. Symbolfoto: Pascal Höfig

Update 08.01.: Am Dienstagabend kam es zu zwei weiteren Sprengungen von Zigarettenautomaten in der Region. In Eibelstadt haben zwei Unbekannte gegen 22:10 Uhr einen Automaten gegenüber eines Campingplatzes am Mainparkring gesprengt und leergeräumt. Die beiden gesuchten Tatverdächtigen entfernten sich anschließend mit einem dunklen Kleinwagen über einen Radweg. Die genaue Schadenshöhe muss noch ermittelt werden.

Gegen 22:50 Uhr wurde in der Röntgenstraße in Waldbrunn ein weiterer Zigarettenautomat aufgesprengt. Auch hier wurden Zigaretten und Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro entwendet. Die unbekannten Täter entfernten sich nach bisherigem Kenntnisstand ebenfalls mit einem dunklen Kleinwagen vom Tatort. Die Kriminalpolizei prüft, inwiefern die Taten in Zusammenhang stehen.

Zigarettenautomat durch Sprengung zehn Meter weit weggeschleudert

Unbekannte haben in der vergangenen Woche mehrere Zigarettenautomaten in Würzburg und Umgebung gesprengt und daraus Zigaretten und Bargeld entwendet. In der Nacht von Samstag auf Sonntag konnte eine Jugendgruppe kurz nach einer Sprengung in Würzburg festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen übernommen, prüft Zusammenhänge und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Bereits in der Nacht vom 30. Dezember bis 31. Dezember, zwischen 20:00 Uhr und 03:00 Uhr, wurde ein Zigarettenautomat an der Talavera in Würzburg aufgesprengt. Der Automat am Fußweg unterhalb des Fahrradparkplatzes wurde durch die Detonation stark beschädigt und die Türe circa 10 Meter weit weg geschleudert. Der meiste Inhalt in Form von Zigarettenschachteln und Bargeld wurde entwendet. Die Schadenshöhe ist Gegenstand der Ermittlungen.

In den darauffolgenden Tagen wurden nachts weitere Zigarettenautomaten in Waldbüttelbrunn und in den Würzburger Stadtteilen Dürrbachau, und Heidingsfeld aufgesprengt und ausgeraubt. In Veitshöchheim scheiterte dagegen an Neujahr eine versuchte Sprengung, die Tür blieb verschlossen.

Einer der in die Luft gesprengten Zigarettenautomaten der Jugendlichen an der Talavera. Foto: Yasmin Noe

Vier Jugendliche in der Zellerau erwischt und festgenommen

Schließlich wurde Samstagnacht ein Versuch von einem aufmerksamen Zeugen beobachtet und gemeldet. Gegen 21:00 Uhr, meldete er der Polizei, dass soeben ein Zigarettenautomat in der Dr.-Maria-Probst-Straße in der Nähe des Vogel Convention Center in der Zellerau durch eine Gruppe Jugendliche gesprengt worden war.

Bei der sofort eingeleiteten Fahndung der Polizei konnten vier Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren vorläufig festgenommen werden. Ein weiterer 17-jähriger Tatverdächtiger ist namentlich bekannt.

Weiterer Zigarettenautomat zuvor gesprengt

Aufgrund der ersten Beweiserhebung vor Ort konnte der Bande außerdem eine weitere Sprengung eines Automaten am selben Abend in der Daimlerstraße in der Zellerau zugeordnet werden. Bei allen Tatverdächtigen wurde, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft, die Durchsuchung der Zimmer in den elterlichen Wohnungen durchgeführt. Dabei wurden im Zimmer eines Tatverdächtigen 95 Chinaböller aufgefunden.

Im Anschluss wurden die allesamt nicht Volljährigen ihren Eltern übergeben. Die Kripo prüft nun, ob es einen Zusammenhang mit bislang ungeklärten Taten in Stadt und Landkreis Würzburg geben könnte.

In allen Fällen hat die Kripo Würzburg die Ermittlungen übernommen, wertet die umfangreich gesicherten Spuren aus und prüft auch Zusammenhänge zwischen den Taten.

Sie bittet um Mithilfe und wendet sich mit folgenden Fragen an die Bevölkerung:

  • Wem sind in den beiden Nächten verdächtige Personen aufgefallen?
  • Wer hat die Täter möglicherweise auf der Flucht beobachtet?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung der beiden Fälle beitragen könnten?

Die Kriminalpolizei weist außerdem darauf hin, dass es sich bei den vorliegenden Fällen um einen erheblichen Straftatbestand handelt. Durch unkontrolliert umherfliegende Trümmerteile und die Explosion selbst können erhebliche Verletzungen von Menschen oder Beschädigungen verursacht werden. Deshalb sieht der Tatbestand des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion eine Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr vor.

Zeugen werden dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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