Nachtzüge kollidieren mit Streusalzkiste: Ermittlungen aufgenommen
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Katharina Kraus
15. Januar 2026

Symbolbild: Gleise Blaulicht; Bild: Pascal Höfig
Am frühen Donnerstagmorgen, 15. Januar, gegen 03:30 Uhr kollidierte auf der Bahnstrecke von Rottendorf in Richtung Würzburg der Nachtzug NJ 420 auf dem Weg nach Amsterdam mit einer Streusalzkiste.
Obwohl der Triebfahrzeugführer ein Hindernis auf den Gleisen erkannte und eine Schnellbremsung einleitete, war ein Zusammenprall nicht mehr zu vermeiden. Durch die Kollision gelangten Teile der Streusalzkiste auf das Nachbargleis, auf dem der Nachtzug NJ 490 in Richtung Hamburg unterwegs war. Auch dieser Zug prallte mit Teilen der Kiste zusammen und musste eine Schnellbremsung einleiten. In beiden Zügen befanden sich ca. 240 Reisende, von ihnen wurde niemand verletzt.
Der Streckenbereich war im Zeitraum von 03:31 Uhr bis 05:55 Uhr gesperrt. Nach einer Begutachtung durch Fachpersonal der Deutschen Bahn AG konnten beide Züge ihre Fahrt fortsetzen.
Ermittlungen aufgenommen: Kiste vorsätzlich abgestellt?
Die Bundespolizeiinspektion Würzburg hat die Ermittlungen übernommen und ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Derzeit geht die Bundespolizei davon aus, dass die Streusalzkiste vorsätzlich im Gleisbett platziert wurde. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Bundespolizei Würzburg.

