„Love-Scamming“ in Würzburg- Rentner verliert fast 200.000 Euro an Betrügerin
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Sina Buyer
26. Januar 2026

Polizei Symbolbild. Foto: Pascal Höfig
Ein 70-jähriger Mann aus Würzburg wurde Opfer eines sogenannten Love-Scammings. Von einer weiblichen Internetbekanntschaft aus England auf der Plattform „Facebook“ wurde er durch Aufmerksamkeit dazu veranlasst, insgesamt fast 200.000 Euro zu überweisen. Der Kontakt bestand bereits seit Februar 2022. Das Geld war für vermeintliche Krankenhausaufenthalte, Steuern, Hypothekenablösungen und Ähnliches gedacht. Erst später erkannte der Rentner den Betrug und verständigte die Polizei.
So funktioniert die Betrugsmasche „Love-Scamming“
Beim Love-Scamming nehmen Betrüger über soziale Netzwerke oder Dating-Plattformen gezielt Kontakt auf und bauen durch Aufmerksamkeit und regelmäßige Kommunikation Vertrauen auf. Sobald sich eine emotionale Bindung entwickelt hat, werden zunächst kleinere Geldbeträge gefordert – später oft deutlich höhere Summen. Häufig werden dramatische Gründe genannt, etwa Kosten für angebliche Krankenhausaufenthalte, Steuern, Hypothekenablösungen oder notwendige Reisen nach Deutschland.
Warnhinweise der Polizei: Bei Geldforderungen sofort skeptisch werden
Die unterfränkische Polizei nimmt den Fall zum Anlass, erneut zur Vorsicht zu mahnen.
- Die Täter schreiben gezielt alleinstehende Personen über das Internet an, um diese später um Geldsummen zu betrügen.
- Die Unbekannten geben meist vor, sich im Ausland aufzuhalten und dort beispielsweise als Soldaten oder Ärzte tätig zu sein.
- Sobald Sie aufgefordert werden, Geld zu überweisen oder zu übergeben, sollten Sie hellhörig werden und keinesfalls Geldzahlungen leisten.
- Sobald Ihnen der Verdacht kommt, der angebliche Partner könnte es nicht nur auf die Liebe, sondern auf Ihre Ersparnisse abgesehen haben, nehmen Sie unbedingt Kontakt zu Ihrer Polizei auf.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

