70. Würzburger Faschingszug: Bilanz von Polizei und Rettungsdienst
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Katharina Kraus
16. Februar 2026

Rettungsdienst an Fasching Foto: Pascal Höfig
Der 70. Würzburger Faschingszug ist aus polizeilicher Sicht, abgesehen von einigen wenigen Vorfällen, friedlich verlaufen, so berichtet die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt. Auch aus Sicht des Sanitätsdienstes war es ein ruhiger Faschingssonntag.
Veranstaltungsverlauf
Der Faschingszug setzte sich um 11:55 Uhr bei kalter, aber sonniger Witterung in Bewegung. Nach aktuellen Schätzungen verfolgten etwas mehr als 90.000 Zuschauerinnen und Zuschauer die Veranstaltung entlang der Strecke. Gegen 15:10 Uhr war der Zug beendet.
Polizeigewahrsam und Platzverweis
Im Verlauf des Faschingszuges wurde der Polizei ein stark alkoholisierter Mann in der Schönbornstraße gemeldet, welcher Passanten anpöbelte und sich aggressiv zeigte. Ein Alkoholtest ergab deutlich über 2 Promille. Der 37-Jährige wurde daraufhin in Gewahrsam genommen. Da bei ihm zudem eine geringe Menge Amphetamin aufgefunden werden konnte, erwartet ihn ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz.
Eine weitere Person fiel dabei auf, dass sie auf einer Werbetafel in der Otto-Wels-Straße herumkletterte. Auch diese Person war stark alkoholisiert. Da der 19-Jährige sich uneinsichtig zeigte, wurde ihm für die Dauer der Veranstaltung zunächst ein Platzverweis erteilt. Offenbar unbeeindruckt von der Maßnahme kletterte er später auch auf einen Brunnen am Rathaus und beschädigte dabei Teile des Bauwerkes, weshalb er die Polizeikräfte zur Dienststelle begleiten musste. Es werden Ermittlungen wegen Sachbeschädigung geführt. Der 19-Jährige wurde später in die Obhut von Angehörigen übergeben.
Jugendschutzkontrollen
Die Polizei führte im Zusammenwirken mit Verantwortlichen des Jugendamtes und dem Kommunalen Ordnungsdienst auch Jugendschutzkontrollen entlang der Strecke durch. Unter den Augen der Einsatzkräfte entsorgten etliche Minderjährige mitgeführte alkoholische Getränke, Vapes und in vier Fällen auch Reste an Cannabis.
Verkehrsmaßnahmen entlang der Aufzugstrecke
Bereits vor Beginn des Faschingszuges wurden entlang der Aufzugstrecke insgesamt 16 Fahrzeuge festgestellt, die verkehrswidrig abgestellt waren und Behinderungen verursachten. Acht Fahrzeughalterinnen und -halter konnten erreicht und entsprechend veranlasst werden, ihre Fahrzeuge zu entfernen. Die übrigen acht Pkw mussten abgeschleppt werden.
BRK-Bilanz des Würzburger Faschingszuges
„Der Würzburger Faschingszug war friedlich und harmonisch und aus Sicht des Sanitätsdienstes erfreulich ruhig“, so die Bilanz von Stefan Dietz und Christoph Brönner, Einsatzleiter des BRK-Sanitätsdienstes beim großen Würzburger Faschingszug. 35 Personen mussten von den rund 70 ehrenamtlichen Einsatzkräften versorgt werden, zehn wurden zur weiteren Untersuchung und Behandlung in Krankenhäuser transportiert.
Das Rote Kreuz war mit 22 Einsatzfahrzeugen entlang der Zugstrecke aufgestellt, ergänzt um zahlreiche mobile Einsatztruppen. Unterstützt wurde der BRK-Sanitätsdienst durch ehrenamtliche Einheiten der Malteser und Johanniter.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

