Bauantrag für die Multifunktionsarena in Würzburg eingereicht
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Philipp Heilgenthal
6. März 2026

Ansicht auf die geplante Multifunktionsarena von Süd-Osten. Visualsierung: PONNIE Images, Aachen
Die Planungen zum Bau der Multifunktionsarena in Würzburg nehmen immer weiter Fahrt auf. Nun wurde mit dem Bauantrag eine weitere Hürde des Großprojekts genommen.
Wichtiger Schritt für ein „Projekt mit überregionaler Strahlkraft“
Am heutigen Freitag wurden die Bauantragsunterlagen für die neue Multifunktionsarena überreicht, wie die Stadt Würzburg in einer Pressemitteilung schreibt. Darin heißt es: „Die Multifunktionsarena ist ein Projekt mit überregionaler Strahlkraft für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Würzburg.“ Für Oberbürgermeister Martin Heilig ist der Schritt ein wichtiger Meilenstein für die Multifunktionsarena Würzburg. Gleichzeitig markiere die Einreichung des Bauantrags den Beginn des formalen Genehmigungsverfahrens.
„Damit spielt Würzburg in der oberen Liga mit!“, sagte Heilig, als er die Unterlagen entgegennahm. Tatsächlich spielen die Fitness First Baskets Würzburg schon seit Jahren in der obersten Basketballliga Deutschlands. Und dafür benötigen sie dringend eine neue, größere Arena als die bisherige, baufällige Tectake Arena. Das ist nur einer von vielen (Hinter-)Gründen für eine möglichst schnelle Realisierung des Großprojekts.
Die Unterlagen werden digital eingereicht und umfassen die vollständigen und überarbeiteten Planungsunterlagen, die von rund 20 Fachplanungsbüros und Dienstleistern in den vergangenen Monaten erarbeitet wurden. „Die Planungsarbeiten erfolgten über einen langen Zeitraum in enger und vor allem konstruktiver Abstimmung mit der Bauaufsicht und den weiteren beteiligten Fachbereichen der Stadt Würzburg“, heißt es in der Pressemitteilung.

Blick auf die geplante Multifunktionsarena von der Grombühlbrücke und Simulation eines Heimspiels der Baskets Würzburg. Visualisierung: PONNIE Images, Aachen
„Wir starten nun in das formale Verfahren und sind bestrebt dies zeitnah zu einem positiven Abschluss zu bringen. Die mit meinem Fachbereich durchgeführten intensiven Abstimmungen tragen dahingehend zu einer beschleunigten Bearbeitung bei, sodass ich zuversichtlich bin, bis Spätsommer die Baugenehmigung erteilen zu können“, so Würzburgs Baureferent Benjamin Schneider.
Weitere Optimierung des Arena-Konzepts: Möglicher Posthallen-Ersatz?
Das Arena-Konzept wurde in den vergangenen Monaten weiter optimiert und der Plan weiter ausgearbeitet, wie Thomas Oehler, Geschäftsführer der Arena Würzburg Projektgesellschaft, betont. So sei die Arena nach den bisherigen Plänen flexibel und schnell umbaubar um verschiedene Veranstaltungsformate zu ermöglichen. Außerdem sind kleinere Nebenräume für verschiedene Veranstaltungen geplant. Damit könnte die Multifunktionsarena womöglich sogar als Ersatz für die Posthalle mit einer Kapazität von bis zu 2.500 Personen dienen. Die Posthalle wird bekanntlich in absehbarer Zeit abgerissen und wird ab April 2026 für fünf Jahre von der Stadt Würzburg betrieben. Mit einer Kapazität von rund 7000 Besucherinnen und Besuchern ist sie für Konzerte, Sport- und Firmenveranstaltungen sowie Wissenschaftskongresse nutzbar.
Der aktuelle Stand zum Bauplan der Multifunktionsarena im Überblick
Neben dem Aufbau der Multifunktionsarena wurden für den neuen Entwurf auch das Fassadenkonzept und die städtebauliche Einbindung weiter präzisiert und die Renaturierungsmaßnahmen berücksichtigt. Außerdem rückt das Konzept beispielsweise inzwischen vom direkten Anbau an die Grombühlbrücke ab. Das Energiekonzept ist auf bilanziell klimaneutralen Betrieb ausgerichtet.
Stadt sieht den Standort der Multifunktionsarena als ideal an
„Aufgrund der zentralen Lage im Land und der guten Anbindung an die nationalen Fernverkehrsstrecken stellt Würzburg und somit auch die Multifunktionsarena nicht nur einen geeigneten Standort für nationale und internationale Messen dar, sondern kann auch durch zahlreiche weitere Veranstaltungen unterschiedlichster Art viele Besucherinnen und Besucher in die Stadt locken“, ist sich die Stadt Würzburg sicher. Der Standort befindet sich direkt neben einer Straßenbahn und ist zu Fuß in gut 10 Minuten vom Würzburger Hauptbahnhof erreichbar. Dabei seien die Veranstaltungsstätten wichtige Angebotsbausteine des touristischen Freizeit- und Kulturangebots in Würzburg, weshalb die Stadt das Großprojekt intensiv angeht.

