Feuerwehr rückt wegen eines Betrunkenen umsonst aus
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Philipp Heilgenthal
6. März 2026

Symbolfoto: Pascal Höfig
Am Donnerstagnachmittag (5. März) gegen 15:00 Uhr erhielt die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion Würzburg die Information, dass am Würzburger Hauptbahnhof der Feueralarm ausgelöst wurde. Bereits anwesende Einsatzkräfte der Feuerwehr Würzburg stellten eine zerbrochene Scheibe an einem Feuermelder fest. Ein Feuer oder ein sonstiger Notfall war dagegen nicht auszumachen.
Tatverdächtiger wurde sofort geschnappt – 1,82 Promille
Die sofortige Videoauswertung der Bundespolizei brachte die Erkenntnis, dass ein zunächst unbekannter Mann mutwillig und ohne Anlass die Scheibe des Alarmknopfes einschlug und so den Alarm auslöste. Die eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Bundespolizei führten zur Festnahme eines 32-Jährigen, der sich zu dieser Zeit noch im Bahnhofsbereich aufhielt.
Dieser wurde zur Strafverfolgung in die Dienststelle gebracht. Eine durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 1,82 Promille. Nach Beendigung der ersten polizeilichen Maßnahmen setzten die Beamten den Mann wieder auf freien Fuß. Gegen ihn leitete die Bundespolizeiinspektion Würzburg ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs von Nothilfemitteln ein.
17 Feuerwehrmänner rückten umsonst aus
Ihn erwartet nun eine saftige Geldstrafe. Denn üblicherweise muss er in diesem Fall die Kosten des Feuerwehreinsatzes zahlen. Insgesamt waren 17 Einsatzkräfte der Würzburger Feuerwehr sowie Kräfte der Bundespolizei und der Landespolizei an dem Einsatz beteiligt.

