Schließungen: Diese Läden sind 2026 in Würzburg verschwunden
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Philipp Heilgenthal
19. März 2026

Die Fußgängerzone am Schmalzmark in Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Auch im Jahr 2026 müssen Läden und Gastronomiebetriebe ihr Geschäft in Würzburg aufgeben. Die Gründe für die Schließungen sind dabei ganz unterschiedlich. (Artikel wird laufend aktualisiert).
Gleichzeitig eröffnen 2026 viele Läden in Würzburg neu. Wir haben die Übersicht
Unicum Lederatelier
Das Unicum Lederatelier in der Sanderstraße war ein Traditionsladen, der über zwanzig Jahre Lederwaren aller Art aus echter Handwerksqualität verkaufte. Taschen, Geldbörsen und mehr wurden teilweise auf Kundenwunsch von Hand gefertigt. Lange Zeit suchte der Besitzer Antonino Moceri eine Nachfolge, weil er mit 71 Jahren in Rente geht. Die Suche blieb aber leider erfolglos, weshalb der Laden Ende März schließt (MP+).

Nach vielen Jahren schließt das Lederatelier in der Sanderstraße. Foto: Silvia Gralla
Brautmoden Obitz
Das älteste Brautmode- und Abendmodegeschäft in Würzburg wird demnächst für immer seine Türen schließen. Die Schließung war eigentlich bereits im vergangenen Jahr geplant gewesen, aber aktuell läuft noch der Ausverkauf. Obitz in der Theaterstraße macht nach fast 50 Jahren zu, das erzählt Ladeninhaberin Martina Mahlo der Main-Post. Gerne hätte sie den Laden weitergeführt, doch aus verschiedenen Gründen ginge das nicht mehr.

Braut- und Abendmode Obitz in der Theaterstraße schließt. Foto: Silvia Gralla
Postkutscherl
Erst im vergangenen Frühling hauchte Cherry Häußler dem Postkutscherl im Steinbachtal neues Leben ein. Doch offenbar ging das moderne Konzept in dem Traditionslokal nicht auf. Ende März schließt das Postkutscherl offiziell. De facto hatte das Wirtshaus unseren Recherchen zufolge seit Silvester 2025 gar nicht mehr geöffnet. Dafür zieht das B. Neumann, das sich bislang noch im Gesandtenbau an der Residenz befindet, zum 1. April in das Wirtshaus ein.

Die bisherigen Pächter des Postkutscherl: Cherry, Yvonne und René Häußler. Foto: Thomas Obermeier
Café Anna
Das kleine Café bot nicht nur Kaffeespezialitäten und süßes Gebäck an, sondern war auch die einzige Eisdiele in der Kaiserstraße. (Spätestens) Anfang März, ausgerechnet kurz vor der neuen Eissaison, schloss das Café Anna. Zu den Schließungsgründen ist derzeit noch nichts bekannt.

Das Café Anna in der Kaiserstraße. Foto: Philipp Heilgenthal
Valentino
Das Café und Bar Valentino am Theaterplatz hat zum 31. Januar seine Türen geschlossen. Im November 2021 eröffnete Ivan Terziev, ehemaliger Betriebsleiter des Clubs „Boot“, die Bar. Mit dem neuen Konzept „Highballbar“ sollte Großstadtflair nach Würzburg kommen. Zu den Gründen der Schließung ist bisher noch nichts bekannt.
Ebisou
Das Café Ebisou in der Augustinerstraße ist seit längerem geschlossen. Das kleine Lokal war vor allem für individuell kombinierbare Bowls, frische Salate, Kaffee und hausgemachtes Gebäck bekannt und setzte auf ein eher modernes, gesundes Food-Konzept mit vielen vegetarischen und veganen Optionen. Bereits zuvor hatte es einen Betreiberwechsel gegeben, ehe der Laden schließlich ganz aufgegeben wurde. Ob das Konzept an anderer Stelle noch einmal aufgegriffen wird, ist derzeit unklar. Für den Laden gibt es jedoch einen Nachmieter: Der Betreiber des Burgerladens „Traumkuh“ in der Textorstraße möchte in der Augustinerstraße ein Café öffnen.
Eröffnungen und Schließungen von Läden / Shops in Würzburg polarisieren. In diesem Podcast behandeln wir das Thema am Beispiel des Café Michels am Marktplatz, das 2022 zum Brothaus wurde:
Edeka Wehnert & Edeka Luksch (vorübergehend)
Die Edekas in der Kaiserstraße und in der Domstraße, von den meisten in Würzburg noch liebevoll „Kupsch“ genannt, sind wichtige zentrale Nahversorger in der Innenstadt und daher sehr beliebt für schnelle, kleine Besorgungen von einem Blumenkohl über die Zahnpasta bis zum Bocksbeutel. Doch die Supermärkte sind merklich in die Jahre gekommen. Aus diesem Grund werden beide Märkte ab dem 19. Januar umfassend umgebaut und modernisiert. Daher bleiben die Edeka-Märkte ab diesem Tag für acht bis zwölf Wochen geschlossen, heißt es aus Mitarbeiterkreisen. Zusätzlich erlebt der Edeka in der Kaiserstraße einen Pächterwechsel: Der bisherige Marktbetreiber Georg Wehner geht in den Ruhestand. Dafür übernehmen die Frischemärkte Trabold, die in der Region bereits mehrere andere Edeka-Märkte betreiben, unter anderem in der Randersackererstraße in Würzburg-Sanderau.

Der Edeka Wehnert (ehemals Kupsch) in der Kaiserstraße wird renoviert. Foto: Philipp Heilgenthal
My Wurscht
Über 18 Jahre lang gab es bei My Wurscht in der Eichhornstraße Currywurst in allen möglichen Schärfegraden. Seit dem 10. Januar wird in dem kleinen Imbiss keine Wurst mehr gebraten und gewürzt – zumindest für eine Weile. Denn ein Schaden im Laden zwingt My Wurscht zu einer vorübergehenden Schließung, wie es auf dessen Facebookseite heißt.
Eismanufaktur Casagrande
Erst im Herbst 2025 eröffnete die Eismanufaktur in der Eichhornstraße mit der mutigen Strategie, auch im Winter Eiskugeln in der Waffel und im Becher anzubieten. Ob der kleine Laden spätestens Mitte Februar schließen musste, weil dieses Konzept nicht aufgeht, ist bisher noch nicht klar. Gut möglich, dass der Gebäudeschaden von My Wurscht auch die benachbarte Eismanufaktur betrifft.
Soulfood Kitchen
Das Restaurant Soulfood Kitchen in den Räumlichkeiten des Johanniterbäcks hat Anfang des Jahres seinen regelmäßigen Restaurantbetrieb eingestellt und wurde zu „Soulfood Events“, einem Cateringanbieter. Als Gründe wurden auf Social Media u.a. vergessene Reservierungen, leere Tische und Personalmangel genannt. Betreiber Thorsten Kremer möchte allerdings in den Räumlichkeiten einen Sandwich Club eröffenen. Nähere Informationen zum Konzept gibt es noch nicht. Kremer hat außerdem Anfang März das Restaurant im Golfclub Würzburg übernommen. Im „Artisa“ gibt es künftig italienische Küche.
Schließungen in der Echter-Galerie
In der Echter-Galerie kam es bis Anfang Januar gleich zu mehreren Schließungen. Das Gebäude soll in absehbarer Zeit saniert und umgebaut werden, vor allem, um energieeffizienter zu werden. Main-Post-Berichten zufolge sei dabei die Schließung der Echter-Galerie geplant. Stattdessen soll es künftig zwei Eingänge zu den Geschäften geben.
Trendfashion | Podium
Die zusammenhängenden Läden Trendfashion und Podium in der Echter-Galerie waren klassische übersichtliche Kleidungsgeschäfte. Aktuell befinden sie sich im Schlussverkauf und werden demnächst schließen.
Alis Schlemmergrill
Am Eck gegenüber der Statue von Julius Echter befand sich bisher Alis Schlemmergrill. Seit Anfang Januar hat es sich jedoch in dem Dönerimbiss ausgeschlemmt.
Eiscafé Rialto
Das Eiscafé Rialto in der Echter-Galerie bot bisher jeden Sommer frisches Speiseeis und Kaffeespezialitäten an. Im Winter hatte das Eiscafé ebenfalls geöffnet und spezialisierte sich unter anderem auf Rothenburger Schneeballen. Doch spätestens seit Anfang Januar geht kein Kaffee mehr über die Theke.
OBSTEcke
In dem kleinen Laden gab es frisch gepresste Säfte aller Art und Variationen, bevorzugt to-go. Seit Anfang Januar wird in der Echter-Galerie jedoch kein Obst mehr durch die Presse gedrückt.
Vitasano Apotheke
Bereits seit dem 24. Dezember 2025 hat die Vitasano Apotheke direkt neben der Echter-Galerie. Nach der kürzlichen Schließung der Hirsch Apotheke nach über 400 Jahren (MP+) schließt damit bereits die zweite Apotheke in der Juliuspromenade. Übrig bleibt die Röntgenapotheke.

Woodstock Drogerie
Die Woodstock Drogerie in Grombühl hat ihre Türen für immer geschlossen. Somit ist das Projekt einer Drogerie mit nachhaltigen und regionalen Produkten im Würzburger Stadtteil gescheitert. Angelo D’Isernia eröffnete 2022 den Laden, verkaufte ihn aber zwei Jahre später, so die Main-Post. Der neue Inhaber äußerte sich bisher nicht zu den Gründen der Schließung.
Restaurant Ufer
Seit 1. Januar ist das Restaurant Ufer geschlossen. 2018 eröffnete das Restaurant mit der phänomenalen Aussicht auf Main, Käppele und Festung. Auf der Karte standen wechselnde kalte und warme Gerichte und Getränke aller Art. Doch lange leer werden die Räumlichkeiten in bester Lage nicht bleiben. Es gibt bereits einen Nachmieter. Im März wird dort das „Nonna tradizionale“ eröffnen. Die neuen Betreiber sind laut Main-Post Julian Wiener und Vittorio Simonetti, zwei bekannte Gesichter in der Würzburger Gastro-Szene. Im neuen Laden soll es dann italienisch zugehen – eben ganz wie bei Nonna.
Schließungen 2026 in Würzburg in der chronologischen Übersicht
- 1. Januar 2026: Ufer (Büttnerstraße 72)
- Anfang Januar: Alis Schlemmergrill (Juliuspromenade 64)
- Anfang Januar: Eiscafé Rialto (Juliuspromenade 64)
- Anfang Januar: OBSTEcke (Juliuspromenade 64)
- 10. Januar: My Wurscht (Eichhornstraße 2.5, vorübergehend)
- 19. Januar: Edeka Wehnert (Kaiserstraße 5, vorübergehend wegen Umbau)
- Januar 2026: Woodstock Drogerie (Brücknerstraße 2)
- 31. Januar: Valentino (Theaterplatz 4)
- Anfang 2026: Soulfood Kitchen (Johanniterplatz 3)
- Februar: Eismanufaktur Casagrande (Eichhornstraße 2a, vorübergehend?)
- Februar: Ebisou (Augustinerstraße 1a)
- Anfang März: Café Anna (Kaiserstraße 17)
- Ende März: Postkutscherl (Waldkugelweg 5)
- Ende März: Unicum Lederatelier (Sanderstraße 11)
- demnächst: Trendfashion | Podium (Juliuspromenade 64)
- demnächst: Braut- und Abendmode Obitz (Theaterstraße 25)
Rückblick: Schließungen in Würzburg 2025
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