Museen und Galerien in Würzburg in der Übersicht

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Philipp Heilgenthal

23. März 2026

Eine interaktive Ausstellung über eine besondere Persönlichkeit, die Mainfranken nachhaltig prägte: Julius Echter von Mespelsbrunn. Foto: Dominik Ziegler
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Gemälde im Museum am Dom Foto: Dominik Ziegler

Würzburg steckt voller Kultur. Nicht zuletzt wird das deutlich bei einem Blick auf die vielseitige Museums- und Galerienlandschaft der Stadt. Von weltberühmten Skulpturen über moderne Kunst bis hin zu einem Museum über eine der spektakulärsten Wissenschaftsfälschungen überhaupt gibt es vieles zu entdecken. Hier ist unsere kompakte Übersicht über alle Museen und Galerien in Würzburg.

In unserem Liveblog werden übrigens tagesaktuell immer wieder kulturelle Veranstaltungen wie Kunstausstellungen angekündigt

Museum für Franken in der Festung Marienberg

Zwischen Weinbergen und dicken Mauern liegt auf der Festung Marienberg eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Bayerns. Herzstück ist die weltbekannte Riemenschneider-Sammlung, ergänzt durch meisterhafte Gemälde, exquisite Möbel und Kunsthandwerk von der Frühzeit bis ins 19. Jahrhundert. Neben dem klassischen Museumsbesuch gehören öffentliche Führungen, buchbare Programme, kreative Workshops und Veranstaltungen zum Angebot. Besonders können wir den Besuch an Sonntagen empfehlen, der für Erwachsene nur 1 Euro kostet

Adresse: Festung Marienberg, 97082 Würzburg
Öffnungszeiten: Apr.–Okt. Di–So 10–17 Uhr; Nov.–März Di–So 10–16 Uhr (letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung)
Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro; ermäßigt 4 Euro; Kinder bis 18 Jahre frei; Gruppen ab 15 Personen 4 Euro; sonntags Erwachsene 1 Euro

Die Festung Marienberg beherbergt das große Museum für Franken. Foto: Philipp Heilgenthal

Mineralogisches Museum der Universität Würzburg

Mitten auf dem Campus Hubland Süd gleich neben der Zentralbibliothek befindet sich ein Museum des Instituts für Geografie und Geologie, das leider von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Neben einer großen Ausstellung schöner Mineralstufen, Kristalle, Erze und Edelsteine setzt das Museum thematische Schwerpunkte, etwa „Bau und Dynamik der Erde“, „Meteorite und Impaktgesteine“ oder „Gesteine und Minerale der Region“. Ergänzt wird das Spektrum durch die Sammlung Peter C. Ruppert mit dem Fokus auf historische Erzlagerstätten und Mineralienfundstätten des Harzes.

Adresse: Institut für Geografie und Geologie, Theodor-Boveri-Weg, 97074 Würzburg
Öffnungszeiten: Mi und So 14–17 Uhr
Eintrittspreise: Eintritt frei

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Museum im Kulturspeicher (MiK)

Industriecharme trifft auf moderne Kunst: Im ehemaligen Getreidespeicher am Alten Hafen dreht sich alles um Kunst vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Neben deutschem Impressionismus stehen vor allem Konkrete Kunst sowie Werke von Emy Roeder im Fokus. Unter Konkreter Kunst versteht man einen einmaligen, nicht-gegenständlichen Kunststil der 1930er Jahre, der auf geometrischen Grundlagen basiert. Wechselnde Sonderausstellungen bringen regelmäßig Abwechslung in das gewohnte Programm.

Adresse: Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg
Öffnungszeiten: Di 13–18 Uhr | Mi–So 11–18 Uhr | jeden 3. Do im Monat bis 21 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro; ermäßigt 3 Euro

Das Museum im Kulturspeicher. Foto: Pascal Höfig

Das Museum im Kulturspeicher. Foto: Pascal Höfig

Museum am Dom (MAD)

Im MAD trifft Moderne auf Tradition: Gezeigt werden Kunstwerke vom 10. bis ins 21. Jahrhundert. Gemälde, Skulpturen und Installationen sind thematisch gegliedert (z. B. Natur oder Mensch) und eröffnen so einen persönlichen Zugang zu den Werken und ihren Fragen an Gegenwart und Existenz. Ein ausgewiesener Schwerpunkt liegt auf Werken ostdeutscher Künstler:innen. Aktuelle Hinweise zu Events und Sonderöffnungszeiten sind auf der Webseite zu sehen. An heißen Tagen im Sommer ist der Eintritt im Museum am Dom übrigens frei. Dahinter steckt die Aktion „Hitzefrei im Museum“.

Adresse: Kiliansplatz 1, 97070 Würzburg
Öffnungszeiten: Di–So 12–17 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro; ermäßigt 4 Euro+

Wenn es draußen heiß ist, kann man sich im Museum am Dom (MAD) kostenlos abkühlen. Foto: Museum am Dom

Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg

Das Martin von Wagner Museum in der Residenz zu Würzburg versammelt mit seiner Gemäldesammlung Kunst aus fünf Jahrtausenden und ist gleichermaßen Anziehungspunkt für Neugierige und Fachpublikum. Von Alt-Ägypten über griechische, etruskische und römische Kunst bis zu Mittelalter, Renaissance, Barock, Klassizismus und Moderne lässt sich westliche Kunstgeschichte in seltener Vollständigkeit nachverfolgen. Sonntags führen Mitglieder der Museumsinitiative zu wechselnden Themen. Für uns ein echter Geheimtipp für Neugierige, die spontan etwas Kunst und Kultur erleben möchten, da der Eintritt immer frei ist!

Adresse: Residenzplatz 2, Tor A, 97070 Würzburg
Öffnungszeiten: Di–Sa 10–13:30 Uhr (Antikensammlung); Di–Sa 13:30–17 Uhr (Gemäldegalerie); So 10–13:30 Uhr (Abteilungen im wöchentlichen Wechsel)
Eintrittspreise: Dauerausstellung Eintritt frei; Sonntagsführung Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 3 Euro

Botanischer Garten der Universität Würzburg

Neben Forschung, Lehre, Bildungsarbeit und Artenschutz ist der Botanische Garten auch ein Ort der Entspannung. Auf rund 9 Hektar wachsen Pflanzen aus nahezu allen Klimazonen der Welt. Verschlungene Wege, Schauhäuser und ruhige Plätze machen ihn zu einer grünen Pause vom Alltag und entführen in fremde Regionen der Erde. Einmal im Jahr, in der Regel Anfang Juli, findet hier der große internationale Abend der Universität Würzburg statt.

Adresse: Julius-von-Sachs-Platz 4, 97082 Würzburg (am Dallenberg)
Öffnungszeiten: Täglich Apr.–Sep. 8–18 Uhr; Okt.–März 8–16 Uhr (Pflanzenschauhäuser schließen 30 Minuten früher)
Eintrittspreise: Eintritt frei

Der Botanische Garten der Universität Würzburg beheimatete Pflanzen aus nahezu allen Klimazonen der Erde. Foto: Thomas Obermeier

Touch Science (Hands-on-Ausstellung)

Touch Science macht Wissenschaft erlebbar: interaktive Exponate laden zum Ausprobieren ein – vom Blick „mit anderen Augen“ bis zu Experimenten rund um Energie, Wahrnehmung und Bewegung. Auf rund 350 m² im Sprachenzentrum der Universität Würzburg entstehen viele Möglichkeiten, naturwissenschaftliche Zusammenhänge greifbar zu machen und spielerisch zu verstehen.

Adresse: M!ND-Center Uni Würzburg, Matthias-Lexer-Weg 25 (Campus Hubland Nord), 97074 Würzburg
Öffnungszeiten: Sa und So 14–18 Uhr (an Feiertagen geschlossen)
Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro; Kinder/Jugendliche (6–17 Jahre) 3 Euro; Familienticket ab 10 Euro

Röntgen-Gedächtnisstätte

1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen in Würzburg die nach ihm benannten Strahlen – eine Entwicklung, die Medizin, Technik und Forschung bis heute prägt. 1901 erhielt er dafür den ersten Nobelpreis für Physik. In Röntgens Original-Labor befindet sich heute die Röntgen-Gedächtnisstätte mit Originalzeugnissen und Nachbauten der damaligen Geräte. Neben der Technik lernen Besucherinnen und Besucher auch die Person Röntgen kennen.

Adresse: Röntgenring 8, 97070 Würzburg
Öffnungszeiten: Mo–Fr 8–14 Uhr
Eintrittspreise: Eintritt frei

Jüdisches Museum im Shalom Europa

Im Gemeindezentrum Shalom Europa bietet das Jüdische Museum eine moderne Darstellung jüdischen Lebens und seiner theologischen Grundlagen sowie die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Würzburg. Hervorgehoben wird die weltweit größte Hinterlassenschaft eines mittelalterlichen jüdischen Friedhofs. Manche der Grabsteine sind schon über 850 Jahre alt! Der Friedhof lag übrigens dort, wo sich heute das Juliusspital befindet. Öffentliche Führungen finden regelmäßig statt.

Adresse: Valentin-Becker-Straße 11, Würzburg
Öffnungszeiten: Mo–Do 10–16 Uhr; So und Feiertage 11–16 Uhr
Eintrittspreise: Museum: Erwachsene 3 Euro; ermäßigt 2 Euro; Schüler:innen ab 10 Jahre 1 Euro; Kinder bis 10 Jahre frei

Das jüdische Gemeindezentrum Shalom Europa mit dem jüdischen Museum und dem Johanna-Stahl-Zentrum. Foto: Thomas Obermeier

Johanna-Stahl-Zentrum

Das Johanna-Stahl-Zentrum widmet sich jüdischer Geschichte und Kultur in Unterfranken. Zum Angebot zählen Video-Interviews mit jüdischen Zeitzeug:innen, Auskünfte zu jüdischen Familien sowie Sonderausstellungen zu einzelnen Themen. Während Sonderausstellungen gelten erweiterte Öffnungszeiten.

Adresse: Valentin-Becker-Straße 11, Würzburg
Öffnungszeiten: Mo–Do 13–17 Uhr; Fr 9–13 Uhr (während Sonderausstellungen erweitert, siehe Website)
Eintrittspreise: Eintritt frei

Siebold Museum

Das Siebold Museum bringt Japan auf lebendige Art und Weise nach Würzburg. Der Würzburger Arzt Philipp Franz von Siebold gilt als Begründer der Japanforschung. Als erster europäischer Forscher lebte und forschte er im 19. Jahrhundert im damals noch völlig isolierten ostasiatischen Land. Die ständige Sammlung zeigt unter anderem Exponate aus seinem Nachlass. Außerdem sind ein original japanisches Teehaus und eine japanologische Präsenzbibliothek zu sehen. Wechselausstellungen, Kulturveranstaltungen, Vorträge sowie Ikebana- und Origami-Kurse und Teezeremonien ergänzen das Programm.

Adresse: Frankfurter Straße 87, 97082 Würzburg
Öffnungszeiten: Di–So 14:30–17:30 Uhr und nach Vereinbarung
Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro; ermäßigt 4 Euro; Gruppen ab 10 Personen 4 Euro pro Person

Das Siebold Museum in Würzburg von außen. Foto: Thomas Obermeier

Lügensteinmuseum Würzburg

Das jüngste und wohl ungewöhnlichste Museum in Würzburg. Interaktiv und mit einer Portion Augenzwinkern erzählt das Museum die Geschichte der berüchtigten „Lügensteine“, einer der spektakulärsten Wissenschaftsfälschungen überhaupt. Rund 2.000 geheimnisvolle Figurensteine sorgten im 18. Jahrhundert – zur Zeit des Residenzbaus – für hitzige Debatten: Natur oder Kunst? Erstmals sind die außerhalb Würzburgs befindlichen Steine wieder vereint, als Repliken oder wiederentdeckte Originale. Zum 300. Jahrestag ihrer ersten Abbildung wurde das Lügensteinmuseum 2025 eröffnet. Café und Shop sind frei zugänglich.

Adresse: Korngasse 12, 97070 Würzburg
Öffnungszeiten: Mo–So 10–19 Uhr
Eintrittspreise: Eintritt Museum inklusive Begrüßungsgetränk: 9,50 Euro; ermäßigt 7,50 Euro; Kinder unter 7 Jahren frei (kein Getränk)

VKU-Galerie im Spitäle

Das süße, kleine „Spitäle“ im Mainviertel ist die Kunstgalerie der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens (VKU). In der ehemaligen Kirche, spätgotisch und später klassizistisch umgebaut, werden heute zeitgenössische Positionen gezeigt. Die Bandbreite der Ausstellungen ist äußerst vielfältig. Zwölf Ausstellungen im Jahr präsentieren vor allem aktuelle Kunst von Malerei und Plastik über Fotografie und Installation bis Angewandte Kunst. Ergänzend dazu läuft ein Kulturprogramm mit Konzerten, Filmabenden, Lesungen und Künstlergesprächen. Im Tivoli-Pavillon der Fischerzunft an der Saalgasse, nur wenige Meter entfernt, zeigt die VKU kleinere Ausstellungen, Installationen und Kunstprojekte.

Adresse: Zeller Straße 1, 97082 Würzburg
Öffnungszeiten: Di–So 11–18 Uhr
Eintrittspreise: Eintritt frei

Ausstellung im Spitäle im Mainviertel. Foto: Marc Hoiniks

BBK-Galerie und Künstlerhaus un Kulturspeicher

Die BBK-Galerie bietet mit wechselnden Ausstellungen eine Plattform für Künstlerinnen und Künstler aus Unterfranken und darüber hinaus. Das Spektrum reicht von zeitgenössischer Malerei und Bildhauerei über Objektkunst und Fotografie bis zu Performance und Mixed Media. Das angeschlossene Künstlerhaus ist eine Druckwerkstatt für Lithographie, Radierung und Hochdruck mit Werkstattgalerie und versteht sich als Ort der Begegnung und des künstlerischen Austauschs. BBK steht übrigens für Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler.

Adresse: Kulturspeicher im Alten Hafen, Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg
Öffnungszeiten: BBK-Galerie: Fr–Sa 15–18 Uhr, So 11–18 Uhr; Künstlerhaus Druckwerkstatt: Mi–Fr 10–17 Uhr
Eintrittspreise: Eintritt frei

Galerieschiff ARTE NOAH

Das Galerieschiff ARTE NOAH des Kunstvereins Würzburg liegt im Becken des Alten Hafens hinter dem Kulturspeicher. Im besonderen Ambiente eines rund 100 Jahre alten Frachtschiffs wird regelmäßig zeitgenössische Kunst ausgestellt. Das einzige GalerieSchiff in Deutschland, macht jedes Jahr vier Ausstellungen mit junger Kunst und jungen Künstlern aus dem deutschsprachigen Raum. Geöffnet ist nur während der Ausstellungsperioden.

Adresse: Oskar-Laredo-Platz 1 (hinter dem Kulturspeicher), Würzburg
Öffnungszeiten: Nur während der Ausstellungsperioden: Do–Sa 15–18 Uhr; So 12–18 Uhr; Feiertage 15–18 Uhr
Eintrittspreise: Eintritt frei

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