Urige Kneipe mit Geschichte: Das hält die Community vom Holzapfel
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Philipp Heilgenthal
2. April 2026

Das Wirtshaus Holzapfel am Barbarossaplatz in Würzburg ist vor allem für seinen Biergarten bekannt, in den man gerne mitgebrachte Speisen essen darf. Foto: Philipp Heilgenthal
Alte Gebäude, enge Gassen und jede Menge Geschichte – Würzburg hat davon mehr als genug. Doch nicht nur bekannte Sehenswürdigkeiten prägen die Stadt, sondern auch Orte, die seit Jahren einfach dazugehören und sich kaum verändern. Gerade diese Ecken sind es, die viele besonders schätzen. Einer davon ist der Holzapfel – eine Kneipe, die irgendwo zwischen unscheinbar und absolutem Kult liegt, und vor allem dafür bekannt ist, dass man dort seine eigene Brotzeit mitbringen darf.
Also perfekt für alle, die sich schon am Tag auf ein Bier treffen wollen, denn der Holzapfel gilt für viele als klassische „Daydrinking“ Location. Viele kennen die Kneipe, viele haben ihre eigene Meinung dazu. Wir haben bei der Community nachgefragt: Was haltet ihr eigentlich vom Holzapfel?
Urige Kneipe mit Geschichte
Dass der Holzapfel für viele Würzburger Kultstatus hat, zeigt ein Blick in die Kommentare unter einem aktuellen Facebook-Post. Immer wieder fällt dabei ein Wort: authentisch. Während sich viele Bars und Kneipen im Laufe der Zeit verändern, scheint hier vieles bewusst gleich geblieben zu sein. Genau das kommt an. User Kevin, der für seinen Kommentar elf Likes bekam, scheint treffend zusammenzufassen, was viele über den Holzapfel denken: „Der Holzapfel ist einfach so ’ne richtige Würzburger Kultkneipe. Da hängen heute noch die gleichen Gestalten rum wie früher, und irgendwie ist genau das das Geile dran. Kein Schickimicki, kein aufgesetzt cool, stattdessen einfach reinkommen, Bier bestellen und gut ist.“
Für viele ist der Holzapfel dabei nicht nur eine Kneipe, sondern auch ein Treffpunkt mit Geschichte. „Der Holzapfel wurde auch Nabelschnur genannt, weil dort die Männer die Geburt ihrer Kinder abwarteten. Die Frauen lagen im Juliusspital“, erzählt Karl-Josef. Bis heute steht der Zusatz „Nabelschnur“ auf dem Schild der Kneipe. Übrigens gibt es das Wirtshaus schon seit 1806.
Brotzeit darf selbst mitgebracht werden
„Da bin ich sehr gerne. Immer nette Leute, mit denen man ins Gespräch kommen kann“, meint Birgit. Auch das Angebot wird positiv hervorgehoben: „Endlich mal mehr Bierauswahl als immer nur Hofbräu und Distelhäuser“, findet Marco S. Dazu kommt ein Detail, das für viele den besonderen Charme ausmacht: die eigene Brotzeit. „ … was mir gefällt, ist, dass man sein Essen mitbringen kann“, sagt Ingrid R. Einige User erwähnen auch, dass sie gerne im Außenbereich sitzen und das Treiben rundherum beobachten. Andere erinnern sich an ihre Konfirmation, die vor Jahrzehnten dort gefeiert wurde und wieder andere waren noch nie dort – was allerdings die Minderheit der Kommentierenden ist.
Insgesamt sind sich fast alle einig: „Kultkneipe, die überlebt hat, und das nicht ohne Grund“, findet Marco M. Ganz knapp fasst es Roland S. zusammen: „Alt, aber nicht vergessen.“

