Damals im Volksgarten im Steinbachtal: Was unsere Community noch über den Biergarten weiß
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Friederike Bösener
13. April 2026

Das Foto lässt erähnen wie schön es einmal im Biergarten Volksgarten gewesen sein muss. Foto: Willi Dürnagel (Archivfoto, undatiert)
2012 endete die über hundertjährige Geschichte des Volksgartens im Steinbachtal vorerst. Während früher etwa 600 Personen in dem Biergarten Platz fanden, verfallen die Gebäude heute nach und nach. Besonders die denkmalgeschützten Pavillons, gesäumt von alten Linden- und Kastanienbäumen, machten die Atmosphäre aus und zogen viele Gäste an. Wie es in Zukunft mit der ehemaligen Gastronomie weitergehen soll, ist derzeit unklar. Deshalb schauen wir mal in die Vergangenheit: Was weiß unsere Community eigentlich noch zu dem ehemaligen Biergarten im Steinbachtal?
Ganz unterschiedliche Wege führten in den Biergarten im Steinbachtal
Auf Facebook erzählt Nutzer Clemens, dass er damals von der Sanderau mit der Fähre über den Main und dann durch das Steinbachtal zum Volksgarten gelaufen sei: „Schöner Kurztrip der Vergangenheit“, der Kommentar hat 12 Likes. Auf einem anderen Weg ist Marianne in den Biergarten gekommen: „Am Wochenende von Veitshöchheim bis ins Steinbachtal gelaufen und dann in den Volksgarten. War immer schön dort.“ Von Höchberg durch die Annaschlucht kam User Charles mit seinen Eltern und später mit seiner Frau und schreibt: „Es war immer wieder schön.“
„Ich denke oft an den Volksgarten …“: Viele Erinnerungen sind bis heute geblieben
Auf der Plattform Instagram kommentierte eine Nutzerin: „Der beste Biergarten, den Würzburg je hatte. Kindheitserinnerungen, die einfach nie verschwinden.“ Userin invisibly0815 erinnert sich: „Ich war als Kind fast an jedem schönen Sonntagnachmittag dort“. Auf Facebook erinnert sich Friederike noch an den gegenübergelegenen Minigolfplatz und die abgeteilten Teller für Kinder: „Ich denke oft an den Volksgarten …“, schreibt sie.
Kindheitserinnerungen sind nicht die Einzigen, die geblieben sind, so kann sich eine Nutzerin daran erinnern, dass ihre Mutter dort im Krieg in die Schule gegangen sei. Herry kommentiert: „Da hab’ ich mal gearbeitet, um ein paar Mark mehr in der Tasche zu haben.“ Und an eine ganz andere Sache erinnert sich noch Instagram-Userin cafe_punktlandung: „Der Jazzfrühschoppen war großartig! Ein Jammer, dass alles jetzt vor sich hin gammelt.“
Vom gefragten Biergarten zum Lost Place: Das Gelände und die Gebäude des Volksgartens verfallen immer mehr
Sieht man sich die alten Bilder des Volksgartens an, kann man verstehen, warum sich die Community in fast 180 Kommentaren gerne an diesen Ort erinnert und teilweise gerne wieder dorthin zurückkehren würde. Die meist im Schatten gelegenen Tische des Biergartens wirken einladend, und die Personen auf den Bildern schienen eine gute Zeit dort verbracht zu haben. So fragt Nina auf Instagram: „Warum gibt es den eigentlich nicht mehr?“
Gute Frage! Der letzte Pachtvertrag wurde 2012 gekündigt, seitdem gab es verschiedene Bauanfragen, beispielsweise für Wohnhäuser, die aber von der Stadt aufgrund des Denkmalschutzes abgelehnt wurden. Wie es in Zukunft weitergehen soll, ist unklar. Die Meinungen in den Kommentaren gehen jedoch alle in eine ähnliche Richtung: „Eine Schande, wie das verfällt“, „Sehr traurig, dass man es so hat verfallen lassen“, „Jammerschade, dass das Gebäude langsam verrottet“.
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Viele der Userinnen und User würden sich über eine Wiedereröffnung freuen
In den Kommentaren unter unserem Posting drehte sich viel um Kindheitserinnerungen, viele erzählten, wie sie damals mit ihren Eltern und Großeltern im Volksgarten eingekehrt sind und was sie dort so erlebt haben. Einige berichteten auch, dass sie regelmäßig an dem Gelände vorbeikämen und es sehr schade finden, wie alles verkommt. Deutlich wird auch, dass sich viele so einen Ort wie diesen zurückwünschen würden.

