Kompletter Umbau der Fahrradstellplätze am Hauptbahnhof

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Philipp Heilgenthal

12. Mai 2026

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Hunderte von Fahrrädern stehen östlich des Würzburger Hauptbahnhofs. Sie müssen im ersten Abschnitt schon bis zum 20. Mai verschwinden. Foto: Philipp Heilgenthal

Die Fahrradstellplätze am Würzburger Hauptbahnhof – mit Abstand die größten in der Stadt – werden ab diesem Jahr maßgeblich umgebaut. Die größte Veränderung wird ein neues Dach für die dort abgestellten Fahrräder sein. Dafür müssen schon sehr bald viele Fahrräder vom bisherigen Platz verschwinden.

Bis 20. Mai muss ein Drittel der Fahrradständer geräumt sein

Auf 540 Fahrradständern stehen Fahrräder ungeschützt von der Witterung auf dem Platz östlich des Hauptbahnhofs. Weitere 180 Stellplätze befinden sich seit 2022 am Gleis 1, werden jedoch bisher deutlich seltener genutzt als diejenigen neben den Taxiständen. Das wird sich jetzt zwangsweise ändern. Denn der gesamte Platz wird in diesem Jahr komplett umgebaut. Zwar sollen die Bauarbeiten erst im Herbst beginnen. Doch die ersten Fahrräder sollen im ersten Abschnitt dafür schon bis zum 20. Mai verschwinden, im zweiten bis Ende Juni und im dritten und letzten bis Ende Juli. Seit mehreren Wochen weisen Bauzäune auf dem Platz darauf hin.

Im Mai 2024 wurde das große Parkhaus Hauptbahnhof mit über 1.000 Parkplätzen eröffnet

Überdachte, zweistöckige „Beta XXL“ Fahrradständer als Kompromiss

Was ist geplant? Ursprünglich verfolgte der Stadtrat die Idee eines modernen Fahrradparknauses, wie es sie etwa am Hauptbahnhof Heilbronn gibt. Die Umsetzung dieses Fahrradparkhauses hätte sich jedoch bis nach 2030 hingezogen, weshalb der Stadtrat vor zwei Jahren auf einen simpleren Kompromiss beschloss (MP+). So wird nun ein begrüntes Holzdach als Unterstand für die Fahrradständer gebaut. In diesem Zuge werden die Fahrradstellplätze direkt an den Ringpark verschoben, um eine klare Abgrenzung von den Taxiständen und den Autoparkplätzen herzustellen und damit die Verkehrssicherheit auf dem Platz zu erhöhen und Konflikte zu verringern. 1,6 Millionen Euro soll die Baumaßnahme voraussichtlich kosten.

Die Zahl der Ersatzfahrradständer während der Umbaumaßnahmen ist im Vergleich zu denen, die wegfallen werden, (bisher) mehr als überschaubar. Foto: Philipp Heilgenthal

Unter dem Dach werden sogenannte „Beta XXL“ installiert. Solche Fahrradständer gibt es in Würzburg zum Beispiel bereits auf dem Kolpingplatz, in der Juliuspromenade oder an der Talavera und ermöglichen das Abstellen auf zwei Stockwerken. Dadurch wird die Kapazität von 540 auf 700 Stellplätzen aufgestockt. Etwa zehn Prozent davon sollen in geschlossenen Boxen kostenpflichtig bewirtschaftet werden, um vor allem E-Bikes mehr Sicherheit bieten zu können. Allein durch die große Aufräumaktion erhofft sich die Stadt Würzburg bereits erheblich mehr Platz für Fahrräder, befinden sich doch am Bahnhof bekanntlich besonders viele „Fahrradleichen“, die niemand mehr vermisst.

Baureferent Benjamin Schneider, der Radverkehrsbeauftragte Adrien Cochet-Weinandt, Oberstraßenmeister Stefan Bauer-Österlein und Oberbürgermeister Christian Schuchardt am Tag der Inbetriebnahme. Foto: Georg Wagenbrenner

Zweistöckige Fahrradständer wie diese in der Juliuspromenade wird es künftig auch am Hauptbahnhof geben. Nur werden diese von einem begrünten Holzdach überdacht sein. Foto: Georg Wagenbrenner

Nur sehr wenige zusätzliche Fahrradstellplätze für die Übergangszeit

Bis dahin wird es lange Zeit deutlich weniger Platz zum Abstellen von Fahrrädern geben. Die Bahn verweist in der Umbauzeit explizit auf die bisher wenig genutzten Fahrradständer am Gleis 1. Außerdem bleiben die Fahrradständer zwischen dem Autoparkplatz und dem Flügelgebäude des Hauptbahnhofs erhalten. Zusätzliche Fahrradständer wurden für diese Übergangszeit bereits vor einigen Wochen an den ehemaligen Flixbushaltestellen aufgestellt, wenn auch nicht viele. Wie lange der Umbau dauern soll, hat die Stadt Würzburg bislang nicht bekannt gegeben. Bis dahin dürfte es für Fahrradpendlerinnen und -pendler am Bahnhof eng werden.

Eine Übersicht zu den Umbaumaßnahmen und den Räumungsmaßnahmen gibt es auf der Webseite der Stadt Würzburg

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