Das Café Klug: Diese Erinnerungen hat die Community an die Kultkneipe
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Sina Buyer
12. Juni 2026

Café Klug in der Peterstraße. Foto: Pascal Höfig
Wer in Würzburg studiert oder gelebt hat oder immer noch lebt, kennt es vermutlich: Das Café Klug in der Peterstraße 12. Über Jahrzehnte hinweg war es eine feste Größe in der Würzburger Altstadt – Café, Weinstube und Studentenkneipe in einem. Seine Wurzeln reichen bis in die Nachkriegszeit zurück, ehe es in den 1980er Jahren von Gerd Ehehalt übernommen wurde. Im Inneren bot das Lokal rund 120 Plätze, im Sommer kamen weitere 40 Plätze im Außenbereich dazu.
Im Laufe der Zeit wurde aus dem Klug ein Treffpunkt für die verschiedensten Gäste. Hier saßen Bänker, Professoren und Studierende nebeneinander. Es war weit mehr als ein Lokal und stand für ein eigenes Lebensgefühl. Ganze 36 Jahre lang prägte es die Peterstraße, bis es im Sommer 2018 schloss und vom Café Cosmo abgelöst wurde. Heute befindet sich in den Räumlichkeiten das PEPE in Cosmo mit neapolitanischer Pizza.
Dass das Klug bis heute in lebendiger Erinnerung geblieben ist, zeigt sich in den zahlreichen Reaktionen, die wir auf unsere Postings bei Instagram und Facebook erhalten haben. Wir haben unsere Community gefragt, was sie eigentlich mit dem Cafe Klug verbindet.
„Unser zweites Wohnzimmer“
Ein Vergleich kehrt in vielen Kommentaren immer wieder: das vom Wohnzimmer. „War unser zweites Wohnzimmer.“ schreibt Gitta Beyer auf Facebook. Ganz ähnlich beschreibt es Userin „geli1285“ auf Instagram: Das Klug sei „wie ein Wohnzimmer“ gewesen, „reinkommen, sich wohlfühlen“. Es ist eine Mischung aus Vertrautheit und Geselligkeit, die vielen im Gedächtnis geblieben ist. Stefan Klapper fasst es in wenigen Worten zusammen: „Das war ne tolle Kneipe. Gemütlich und tolles Ambiente“.
Für viele war das Klug vor allem ein verlässlicher Treffpunkt. „War ne Top Location, wenn Du jemanden treffen wolltest, hier war immer ein Bekannter“, erinnert sich Armino Rein auf Facebook. Und Elmar Döllein ergänzt: „Ich war sehr oft dort. War immer super Stimmung.“ Dass die Abende dabei gerne mal länger wurden, gibt Niklas Sczgiel offen zu: „Im Klug habe ich tolle und lustige Abende verbracht und allzu oft die Zeit vergessen.“
Ein Treffpunkt für Studierende
Besonders viele Erinnerungen stammen aus Studien- und Schulzeiten. Kaum verwunderlich bei der Lage mitten in der Altstadt. Instagram-User „konraddoepfner“ schwärmt: „Milchkaffee, stundenlanges Sitzen, mit Knie angezogen, lesen, lernen! Jahre her! Wunderbar!“ Auch Steffi Segritz war regelmäßig vor Ort: „Ich war in der Faks gleich ums Eck und wir waren dort immer in den Pausen, es war so gemütlich… Ja da kommen Erinnerungen hoch.“
Samibumi, Schinkennudeln und Weizen
Was wäre ein Café ohne seine kulinarischen Klassiker? Einige Kommentare unter dem Facebook- und Instagram-Post drehen sich um Speisen und Getränke sowie um Preise, die heute fast nostalgisch klingen. Helmut Kleinert weiß noch genau: „Die Baguettes waren super. Und Weizen 2,80 DM.“ Marion Schnabe denkt dabei an ihre Mittagspause zurück: „Schinkennudeln, meine Rettung damals in den 80ern. Und abends Rommé und Canasta gezockt.“ Für Irmgard Peschke war das Highlight im Klug ganz klar „Obatzder und eine Cola“.
Ein ganz eigenes Stück Klug-Geschichte steuert Elisabeth Doenges bei: „Dort gab es „Samibumis“, zum Beispiel O-Samibumi“ = O-saft und Buttermilch. Ein Getränkename, den man so vermutlich nirgendwo sonst bekam.

