1,7 Milliarden für Norderweiterung des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) beschlossen

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Sina Buyer

24. Juni 2026

Uniklinik Würzburg, Eingang ZOM. Foto: Universitätsklinikum Würzburg
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Uniklinik Würzburg, Eingang ZOM. Foto: Universitätsklinikum Würzburg

Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) kann sein Erweiterungsgelände Nord bebauen: Der Bayerische Ministerrat hat in seiner Sitzung am 23. Juni 2026 den Beschluss für den Neubau gefasst. Für das Projekt sind rund 1,7 Milliarden Euro vorgesehen.

Neubau führt Klinikbereiche zusammen

Der erste Bauabschnitt soll auf rund 30.000 Quadratmetern Nutzungsfläche die Hals-Nasen-Ohrenheikunde, die Augenklinik und die Frauenheilkunde an einem Standort zusammenführen. Geplant sind etwa 270 Betten, Operationssäle, Intensivpflegeplätze und Zentraleinrichtugen. Der Neubau ersetzt die bisherigen Flächen in der Kopfklinik aus den 1970er- und in der Frauenklinik aus den 1930er – Jahren. Ein zweiter Bauabschnitt soll in den kommenden Jahrzehnten folgen.

Aus Sicht des Klinikums ist die Entscheidung ein wichtiges Signal für die Region. „Die Zusammenführung der Klinikbereiche an einem Standort bringt ganz konkrete Vorteile für die Patienten und Mitarbeitenden. Der Neubau bietet modernste Infrastruktur, Wege werden kürzer und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Klinikbereiche wird gestärkt“, betont Marcus Huppertz am UKW.

 

Das Modell zeigt den Entwurf für den ersten Bauabschnitt auf dem Erweiterungsgelände Nord am UKW. Fotonachweis: H.-P. Wuthenow

Erste sichtbare Etappe für den Neubau startet im Herbst

Sichtbar werden soll der Neubau noch in diesem Jahr. „Bereits in diesem Herbst kann mit der Erschließung des Baufeldes die erste sichtbare Etappe für den Neubau gestartet werden“, sagt Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor des UKW. Den Vorabmaßnahmen zur Erschließung des Erweiterungsgeländes Nord hatte der Haushaltsausschuss des Bayrischen Landtags bereits am 16. April zugestimmt. Für die Gesamtmaßnahme steht dessen Zustimmung allerdings noch aus.

„Die Entscheidung ist ein großartiger Impuls für die Versorgung in der Region und natürlich ebenso für den biomedizinischen Forschungsstandort Würzburg, der damit einen weiteren Schub in seiner exzellenten Entwicklung erfährt“, so Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg.

Auch für den Krisenfall ausgelegt

Mit dem Vorhaben soll zudem die Krisenresilienz der UKW-Infrastruktur deutlich gestärkt werden. So ist vorgesehen, dass die künftige Tiefgarage des Neubaus im Krisenfall für 100 unterirdische Behandlungsplätze mit 2 OP-Sälen und 40 Intensivplätzen umgerüstet werden kann.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Universitätsklinikums Würzburg.

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