Diese Erinnerungen haben die Würzburger an den Dinomann
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Philipp Heilgenthal
1. Juli 2026

Früher war Udo, der meist "der Dinomann" genannt wird, oft mit seinen Spielzeugdinosauriern unterwegs (Symbolbild mithilfe von KI bearbeitet). Foto: Silvia Gralla/KI-generiert
Jede größere Stadt hat sie, und jeder, der dort unterwegs ist, kennt sie vom Sehen: stadtbekannte, etwas eigenartige Persönlichkeiten. Wir haben unsere Social Media Communitys in unserer Rubrik „Weißt du noch?“ nach einer Person gefragt, die fast jeder und jede in Würzburg als „Dinomann“ kennt. Über 250 beinahe durchwegs positive Kommentare auf Facebook und etwa 180 auf Instagram in nur drei Tagen zeigen: Nicht nur wir lieben diese stadtbekannte Persönlichkeit.
Wer ist eigentlich der „Dinomann“ in Würzburg?
In Würzburg gibt es eine Person, namens Udo, die vor allem in den 2000er Jahren häufig am Hauptbahnhof und in der Innenstadt mit Spielzeugdinosauriern unterwegs war und fremden Menschen sein beeindruckendes Wissen über Dinosaurier mitgeteilt hat. Daher hat er von Außenstehenden schon bald den Spitznamen „Dinomann“ bekommen. Allerdings hat uns Bastian, ein ehemaliger Arbeitskollege von Udo, mitgeteilt, dass dieser eigentlich gar nicht „Dinomann“ genannt werden möchte, was unserer Redaktion bis dato nicht bekannt war. Udo kommt aus dem Würzburger Stadtteil Grombühl und hat, wie es einer unserer Facebook-Fans treffend in einem Kommentar ausgedrückt hat, einfach ein besonders hohes Mitteilungsbedürfnis. Um die persönliche Integrität des Mannes zu wahren, werden an dieser Stelle keine weiteren Fakten über ihn verraten.
Nicht mehr so viel unterwegs: Unbegründete Sorge, dem „Dinomann“ könnte etwas zugestoßen sein
Da Udo vor allem in früheren Jahren unterwegs war, haben wir nach ihm in unserer Kategorie „Weißt du noch?“ gefragt. Diese Frage hat viele Userinnen und User besorgt gemacht, in der Annahme, ihm könnte etwas zugestoßen oder er könnte gar gestorben sein. Doch viele andere Communitymitglieder konnten schnell beruhigend bestätigen, dass sie den „Dinomann“ vor kurzem erst gesehen haben, dass es ihm gut geht und er nach wie vor ab und zu seine Leidenschaft für die ausgestorbenen Reptilien weitergibt.
Nette, fröhliche und harmlose Person
Mit Blick auf die zahlreichen Kommentare wird schnell klar, dass nahezu alle Userinnen und User positive Erinnerungen mit Udo verbinden. Carla meint abschließend in ihrem Facebook-Kommentar: „Er ist was Besonderes im positiven Sinn.“ Fadia schreibt schlicht: „Ich mag ihn. Tut keinem was.“ Ansteckend sei vor allem seine stets gute Laune und seine Begeisterung für sein Lieblingsthema (gewesen) – eine positive Konstante im Leben in Würzburg eben, die den ein oder die andere gerne mal von persönlichen Alltagssorgen ablenkt. Marianne bringt es auf Facebook auf den Punkt: „Udo ist einfach der netteste Mann und seine Leidenschaft für Dinos kann niemand toppen und sein Fachwissen natürlich auch nicht.“
Eine lebende Würzburger Legende
Der ausgeprägte Kultstatus dieser stadtbekannten Persönlichkeit ist in den Kommentaren unübersehbar. Viele sprechen von ihm als „Würzburger Original“, „Legende“, „Institution“ oder sogar als „Würzburger Wahrzeichen“. Maschi fordert auf Facebook sogar scherzhaft, ihm eine Statue zu widmen – und ist damit nicht der Einzige. Allein die Masse an Kommentaren zeigt, wie berühmt der als Dinomann bekannte Mann in der Stadt ist. Nur die wenigsten schreiben, sie hätten noch nie etwas von ihm gehört.
„Dinomann“ weckt Nostalgie und hält einem den Spiegel vor die eigene Nase
Ein Kommentar zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich man Personen wie Udo, die sich im Laufe der Zeit immer selbst treu geblieben sind, in verschiedenen Lebensphasen betrachten und bewerten kann und sich damit indirekt den Spiegel vor die eigene Nase halten: „Ich hatte als Kind totale Angst vor ihm [Lachsmiley]. Als Teenies haben wir uns dann über ihn lustig gemacht und als junge Erwachsene fand ich ihn einfach nur cool“, schreibt Bianca auf Facebook und freut sich gleichzeitig darüber, zu erfahren, dass er seine Leidenschaft noch auslebe. Auf der anderen Seite zeigt der Kommentar, wie solche Persönlichkeiten einen ein Leben lang indirekt begleiten können. So war der Mann für viele Menschen in Würzburg Teil ihres Alltags, wie für @besslerdiana: „Er war früher jeden Tag im Spielwaren Storg und hat immer allen die Dinos erklärt.“ Da verwundert es nicht, dass Userinnen und User in Gedanken an „den Dinomann“ in nostalgischen Erinnerungen an frühere Zeiten schwelgen, die sie in Würzburg verbrachten.
Besonders freundlich und aufgeschlossen gegenüber Kindern
Auch wenn manche Kinder vor ihm (grundlos) Angst hatten, mochten ihn andere umso mehr: „Mein Sohn hat es geliebt, mit ihm über Dinos zu reden. Wenn wir in der City waren, hat er immer gehofft, ihn zu sehen“, erzählt etwa Claudia auf Facebook von der besonderen Freundlichkeit und unbekümmerten Aufgeschlossenheit Udos gegenüber Kindern. Andere meinten sogar, dass er aus reiner Freundlichkeit ihrem Kind einen Spielzeugdinosaurier geschenkt habe.
Vor allem auf Instagram viele persönliche Anekdoten mit Udo
Viele schilderten schöne, besondere persönliche Erlebnisse mit Udo, vor allem auf Instagram, wie @einlola: „Ich hab ihn mal gefragt, was er da auf seinen Kopfhörern laufen hat. Der Süße hat mir einen Stöpsel gegeben und es war einfach Jurassic Park Filmmusik.“ @moni.ricketts_laskewitz erzählt folgende Anekdote: „Er wollte mal einen neuen Jurassic Park drehen. Hat mir von seinen Plänen erzählt. Das war mal in der Straßenbahn“. Dagegen schreibt @kathdelsa: „Ich hab ihn bewundert, als ich ihn auf dem Stadtfest mal mit seinen Dinos die Tanzfläche eröffnen sah.“
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„Ohne solche Menschen wäre unsere Stadt um einiges ärmer.“
Bei unserer Umfrage wurden bei vielen Userinnen und Usern auch Erinnerungen an andere stadtbekannte Persönlichkeiten wach, wie dem Wurzelsepp oder dem Straßenmaler Marcel. Besonders viele Kommentare drehten sich um den „Käsefüßemann“, dessen Anmerkungen über stinkende (Frauen-)Füße viele zum Lachen brachten. So schreibt @bel.bock auf Instagram: „Meine Jugend 2005-2010: Er und der „Frauenfüße müssen stinken“-Mann“. Marius äußert sich auf Facebook positiv zu der Idee, Personen mit in die Rubrik „Weißt du noch?“ aufzunehmen: „Als Würzburger kenne ich ihn natürlich. Super Idee, dass diese „legendären“ Persönlichkeiten hier eine eigene Rubrik bekommen! Ohne solche Menschen wäre unsere Stadt um einiges ärmer.“ Insofern darf sich unsere Community sicherlich auf weitere Meinungsstücke über Würzburger Persönlichkeiten freuen.
Fazit: Udo ist und bleibt ein schöner Teil von Würzburg
Die Fülle und Qualität der Kommentare auf unseren beiden Social Media Seiten zeigt nicht nur, wie bekannt und beliebt Udo, den fast alle „Dinomann“ nennen, in Würzburg ist. Für viele ist er einfach nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Eindrucksvoll zeigen viele rührende Geschichten, welch positive Erinnerungen unsere Communitymitglieder mit der stadtbekannten Persönlichkeit verbinden und dass kaum jemand seine Eigenart und besondere, kindlich wirkende Leidenschaft vorverurteilt, geschweige denn, sich darüber lustig macht. Daher schließen wir uns unserer Community an, wenn wir sagen: Wir hoffen, dass Udo noch sehr lange Zeit unbeschwert Freude an und mit seinen Dinos haben wird und diese mit uns teilt!

