Regierung von Unterfranken warnt vor hoher Waldbrandgefahr
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Philipp Heilgenthal
29. Juli 2026

Im Ringpark in Würzburg leiden das Gras und die Bäume besonders unter der anhaltenden Dürre und Hitze. Foto: Philipp Heilgenthal
Wer derzeit in Würzburgs Parks und Wäldern unterwegs ist, hat es längst geahnt: Die Pflanzen leiden unter der lang anhaltenden Dürre und Hitze in diesem Sommer. Das Gras und die Bäume sind strohtrocken und könnten durch wenige Funken in Flammen aufgehen. Jetzt schlägt die Regierung von Unterfranken Alarm.
Luftbeobachtung in ganz Unterfranken als Vorsichtsmaßnahme
Die langanhaltende Dürreperiode in Verbindung mit der bevorstehenden Hitzewelle sorgt in den kommenden Tagen für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken für eine hohe Waldbrandgefahr. Deshalb ordnet die Regierung von Unterfranken von Donnerstag, 30. Juli, bis einschließlich Montag, 3. August 2026 eine vorsorgliche Maßnahme an, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt. Im Einvernehmen mit dem regionalen Beauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für die Waldbrandbekämpfung in Unterfranken findet in diesem Zeitraum eine Luftbeobachtung der Wälder im gesamten Regierungsbezirk Unterfranken.
Viele Ausflügler erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Waldbrands
Ähnlich hohe Gefahr für Unterfranken besteht auch im Bereich von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. Aufgrund des schönen Wetters ist mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern und Ausflüglerinnen in Wald und Flur zu rechnen. Dadurch ist für den gesamten Zeitraum der Anordnung die sogenannte Schadenseintrittswahrscheinlichkeit deutlich erhöht. Das heißt, es steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen im Wald aus Versehen einen Waldbrand verursachen könnten.
Die Bevölkerung wird daher dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.
Die vorbeugende Luftbeobachtung findet in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der sogenannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt aus. Bei der sogenannten Ostroute werden die Flugplätze Schweinfurt-Süd und Haßfurt genutzt. Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Luftbeobachter auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall. Die Verkehrsbeobachtung bildet einen weiteren Einsatzschwerpunkt für alle Luftbeobachter.
Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.

