Polizei warnt erneut vor falschen Bankmitarbeitern

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Cyrielle Krimmer

16. August 2026

Achtung vor Betrügern am Telefon! Symbolfoto: Pascal Höfig
Telefon_Anruf

Achtung vor Betrügern am Telefon! Symbolfoto: Pascal Höfig

Am Freitagabend wurde eine Seniorin in Kitzingen von einem angeblichen Mitarbeiter der Sparkasse angerufen. Kurze Zeit später übergab die Geschädigte ihre EC-Karten und die dazugehörige PIN an einen Abholer. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund tausend Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt und warnt die Bevölkerung vor dieser perfiden Masche.

Wie gehen die Täter vor?

Die Täter agieren häufig in Form von sogenannten „Fake-Anrufen“, bei denen sie sich als Mitarbeiter einer Sparkasse oder einer anderen Bank ausgeben. Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer zunächst telefonisch und behaupten, es gäbe einen Verdacht auf eine betrügerische Abbuchung auf dem Konto des Opfers, etwa durch eine angebliche Onlinebestellung. Um die Situation zu klären, wird eine „Mitarbeiter“ zur Überprüfung der EC-Karte geschickt. In der Regel wird dem Opfer auch versichert, dass es sich um eine routinemäßige Maßnahme handelt, um Fingerabdrücke auf der Karte zu prüfen.

Fall in Kitzingen am Freitagabend

In dem aktuellen Fall übergab eine Rentnerin gegen 19:00 Uhr im Bereich der Mainbernheimer Straße ihre EC-Karte sowie die dazugehörige PIN. Der angebliche Mitarbeiter nahm beides an sich und flüchtete mit einem E-Scooter. In der Folge konnten die Unbekannten damit auf das Konto der Geschädigten zugreifen und unerlaubt rund tausend Euro abheben.

Der Abholer der Bankkarte wird wie folgt beschrieben:

  • 170 cm groß
  • 55 Jahre alt
  • Tätowierung am linken Oberarm

Hinweise an die Polizei

Wer sachdienliche Hinweise geben kann wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzten, welche als Zentralstelle für Callcenterbetrug die Ermittlungen übernommen hat.

Polizei gibt wichtige Tipps

  • Geben Sie niemals Ihre PIN an Dritte weiter — weder telefonisch noch persönlich. Bankmitarbeitende werden niemals nach Ihrer PIN fragen.
  • Übergeben Sie Ihre EC‑/Kreditkarte nicht an unbekannte Personen.
  • Prüfen Sie die Identität von Anruferinnen und Anrufern: Legen Sie auf und rufen Sie die Bank unter der offiziellen Nummer zurück. Verwenden Sie niemals eine vom Anrufer angegebene Rückrufnummer.
  • Sperren Sie bei Verlust oder Verdacht sofort Ihre Karte und informieren Sie Ihre Bank. Viele Banken bieten eine Sperrnummer oder eine App‑Sperre an.
  • Sprechen Sie mit älteren Angehörigen regelmäßig über solche Betrugsformen und vereinbaren Sie im Voraus, wie im Verdachtsfall vorzugehen ist (z. B. Rückruf bei vertrauter Nummer, Einbeziehen von Familienmitgliedern).

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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