Telefonbetrüger in zwei Fällen aufgetreten: Verdacht auf Zusammenhang

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Emma Behrens

7. September 2026

Polizei im Einsatz. Foto: Pascal Höfig
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Polizei Symbolbild. Foto: Pascal Höfig

Bereits am Freitag haben Telefonbetrüger mittels sogenannten Schockanrufen im Landkreis Kitzingen und im Landkreis Würzburg gleich zweimal Geld und Wertgegenstände erbeuten können. Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen übernommen und prüft einen möglichen Zusammenhang.

Erste Übergabe in Dettelbach

Eine Rentnerin wurde am Freitagmittag von vermeintlichen Amtsträgern angerufen, die vortäuschten eine nahe Verwandte hätte einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine Haft zu vermeiden, müsste nun eine hohe Kaution hinterlegt werden.

Die geschickt agierenden Täter brachten die Frau im hohen Lebensalter schließlich dazu Wertgegenstände an einen unbekannten Abholer zu übergeben. Die Übergabe der Beute hat schließlich gegen 14:50 Uhr in der Falterstraße vor dem Wohnhaus der Angerufenen stattgefunden.

Der Tatverdächtige konnte als Anfang 20-jähriger, schlanker Mann beschrieben werden, der helle Haut hatte und etwa 180 cm groß gewesen sein soll. Bekleidet sei er mit einem T-Shirt, einer blauen Jeans und einer dunklen Cap gewesen.

Weitere Tat in Margetshöchheim

Am späten Nachmittag ging bei einer über 70-Jährigen ein ähnlicher Anruf ein, bei dem Betrüger am Telefon waren. Auch hier überzeugten die Täter die Frau von der Echtheit des vorgetäuschten Unglücksfalls.

Gegen 20:20 Uhr hat auch hier ein Mann Geld und Wertsachen abgeholt. Übergabeort war der Wiesenweg.

Der Abholer war dem Erscheinungsbild nach ähnlich alt wie in dem Fall in Dettelbach. Eine nähere Beschreibung liegt hier nicht vor. Möglicherweise ist der Unbekannte zu einem dunkeln Kleinwagen gelaufen, der im Bereich des nahegelegenen Ärztehauses stand.

Polizei überprüft Zusammenhänge – Zeugen gesucht

Die Polizei hat nach Bekanntwerden der Vorfälle unmittelbar die Ermittlungen aufgenommen, die inzwischen von der Kriminalpolizei Würzburg fortgeführt werden. Die Beamten schließen insbesondere einen Zusammenhang zwischen den Taten in Bezug auf den Abholer nicht aus. Die genauen Beuteschäden sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Sie dürften insgesamt jedoch einen hohen fünfstelligen Betrag erreichen.

Die Kriminalpolizei Würzburg bittet mögliche Augenzeugen der Übergaben in Dettelbach und Margetshöchheim, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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