Lebensmittel retten in Würzburg – Erfahrungen mit Too Good To Go

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Johanna Amberg

15. September 2026

Unter anderem Backwaren können bei Too Good To Go gerettet werden. Foto: Thomas Obermeier
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Unter anderem Backwaren können bei Too Good To Go gerettet werden. Foto: Thomas Obermeier

Über die Plattform „Too Good To Go“ ist es seit einigen Jahren möglich, Lebensmittel zu günstigeren Preisen zu ergattern, die sonst weggeschmissen werden würden. Das Konzept stammt aus Dänemark und entstand, als die späteren Too-Good-To-Go-Gründer feststellten, dass besonders an Buffets viel Essen entsorgt wird, was eigentlich noch zum Verzehr geeignet wäre. Durch die Idee, solche Lebensmittel abends nicht zu entsorgen, sondern kurz vor Ladenschluss vergünstigt an Menschen in der Umgebung zu verkaufen, entstand die Plattform Too Good To Go. Fast zehn Jahre später gibt es diese Möglichkeit nun in vielen Städten in ganz Europa, teilweise sogar in Amerika und Asien.
In Deutschland ist es besonders verbreitet, Backwaren zu retten. In teilnehmenden Bäckereien gibt es oft Ware, die entsorgt wird, weil am nächsten Tag wieder frisches Gebäck angeboten wird. In sogenannten Rettertüten können die betreffenden Waren dann vergünstigt erworben werden. Dabei handelt es sich um Überraschungspakete, da beim Reservieren der Tüte über die App natürlich noch nicht klar ist, was genau übrig bleiben wird. Angegeben wird, welchen Warenwert die Rettertüten eigentlich haben.
Neben Bäckereien beteiligen sich an diesem Programm auch Restaurants, wo warme Mahlzeiten gerettet werden können.

Zu gut zum Wegschmeißen – zu schön, um wahr zu sein?

Obwohl das Konzept eigentlich perfekt klingt, gab es viele kritische Stimmen in unserer Community. Corinna Mark schreibt auf Facebook: „Ich finde das System großartig. Allerdings ist das Angebot sehr einseitig und die Tüten lassen nach. Finde ich sehr schade“. Roksana Helscher kritisiert: „In Würzburg grauenhaft im Vergleich zu anderen Städten. In meiner Unizeit in Darmstadt war das top“. Auch @lillytheconnie schreibt auf Instagram: „Das Angebot ist hier leider sehr mau und die Tüten lassen nach. Eigentlich sehr schade, weil ich das Konzept wirklich gut finde“.

Rettertüten scheinen Glückssache zu sein

@chrisstina.anne berichtet auf Instagram: „Ich liebe diese Tüten und freu mich jedes Mal. Die App ist super und einfach“, @liha.2202 pflichtet ihr bei: „Ich benutze die App regelmäßig und bin jedes Mal begeistert!“.  Auch auf Facebook gibt es begeisterte Kommentare von Nutzern, die bisher immer erfreut über ihre Überraschungspakete mit geretteten Lebensmitteln waren. Als weiterer, positiver Nebeneffekt wurde auch genannt, neue Lebensmittel und Geschmackssorten für sich entdecken zu können. Insgesamt handele es sich also um eine Win-Win-Situation: Es wird Lebensmittelverschwendung reduziert, Menschen können Lebensmittel zu einem günstigeren Preis ergattern und die Anbieter gewinnen ganz nebenbei eventuell noch Kunden dazu, die durch Too Good To Go auf sie aufmerksam wurden.
Gleichzeitig jedoch sprechen einige Kommentare vom absoluten Gegenteil. Arno Schwarz schreibt: „Mehrfach und bei verschiedenen Bäckern geholt – es war nie toll“. Renate Rauh hat ebenfalls schon einige Male Rettertüten gekauft und war mal mehr, mal weniger zufrieden. Einige Kommentare stellen auch die tatsächliche Rettung von Lebensmitteln infrage, da sie der Meinung sind, die Artikel würden extra ausgewählt werden, bevor überhaupt klar wäre, was vor Ladenschluss übrig bleibt.

Konzept überzeugt, Umsetzung hat Verbesserungsbedarf

Aus den Kommentaren unserer Community geht klar hervor: Viele lieben das Konzept und das Retten von Lebensmitteln findet prinzipiell Gefallen. Die Umsetzung dieses schönen Vorhabens lässt für einige Nutzer allerdings teilweise zu wünschen übrig. Dass nicht jedes gerettete Produkt den Geschmack des Endverbrauchers treffen kann, ist klar, es handelt sich ja schließlich um Überraschungspakete. Jedoch wünschen sich die Menschen vor allen Dingen ein vielfältigeres Angebot, gerade verglichen mit anderen Städten kann die Auswahl an teilnehmenden Läden und Restaurants in Würzburg scheinbar nicht mithalten.

 

 

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