Der Mann für die Zahlen

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18. September 2026

Beratung

Alexander Schröder ist Vermögensberater bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg und seit 2023 stellvertretender Filialleiter in Estenfeld. Foto: Sparkasse Mainfranken, Paula Rohr

Alex‘ Weg bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg

Wer Vermögensberater/in wird, hat sich für ein Leben voller Zahlen, Anzüge und wichtiger Telefonate entschieden. Selbstbewusstes Auftreten, ein fester Händedruck und noch vor dem ersten Kaffee ein Blick auf den Börsenkurs, denn natürlich könnte irgendwo auf der Welt gerade ein Markt schwanken.

Alexander Schröder, Vermögensberater bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg, verrät uns, was an den Klischees dran ist und warum er sich für die Karriere als Vermögensberater bei der Sparkasse Mainfranken entschieden hat.

Alex kennt die Sparkassenwelt nicht nur aus der Theorie, sondern aus jedem Schritt der Praxis. 2015 startete er mit der Ausbildung zum Bankkaufmann in Kirchheim, 2018 ging es weiter als Kundenberater in Estenfeld. 2019 legte er den Sparkassenfachwirt nach und 2026 schloss er berufsbegleitend sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der FernUniversität in Hagen mit dem Bachelor of Science ab. Seit 2023 ist er stellvertretender Filialleiter in Estenfeld und mittendrin in einem Job, der viel mehr ist als reine Zahlenarbeit.

Alex, wenn man an einen Vermögensberater denkt, hat man schnell ein bestimmtes Bild im Kopf: Maßanzug, Krawatte und immer einen Taschenrechner griffbereit. Wie viel davon trifft auf dich zu?

„Das Bild vom Banker hat sich stark verändert. Krawatten gehören bei uns schon lange nicht mehr dazu. Anfangs war es ungewohnt, sie wegzulassen, weil das früher einfach dazugehört hat. Inzwischen hat die Sparkasse Business Casual eingeführt, gerade an heißen Tagen ist das ein echter Vorteil. Den Taschenrechner verteidige ich trotzdem. Der ist vielleicht oldschool, aber ich will einfach schnell etwas berechnen können, wenn es drauf ankommt.“

Was würden deine Freunde sagen: Was macht dich aus und was überrascht andere vielleicht an dir?

„Mit mir kann man über Gott und die Welt reden. Ich sage ehrlich meine Meinung, weiß aber auch, wann es besser ist, einfach mal zuzuhören. Ich kann mir Details gut merken und mache dadurch ziemlich gute Geschenke, davon profitiert vor allem meine Frau. Privat bin ich ein geselliger Typ. Wer mich außerhalb der Arbeit kennenlernt, ist manchmal überrascht, dass ich wirklich gerne Anzüge trage.“

Du hast deine Ausbildung bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg gemacht: Was hat dich damals überzeugt, diesen Weg einzuschlagen?

Der gelernte Bankkaufmann und Sparkassenfachwirt hat 2026 nebenberuflich seinen B.Sc. in Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen und berät heute Kundinnen und Kunden rund um individuelle Finanzlösungen. Foto: Sparkasse Mainfranken, Paula Rohr

„Ich bin in Kleinrinderfeld aufgewachsen und mein Schulweg ging jeden Tag an einer kleinen Sparkassenfiliale vorbei. Zahlen haben mich schon immer begeistert. Als Kind habe ich Monopoly geliebt und wollte am liebsten immer die Bank sein. Nach dem Abi war mir klar, dass ich erst mal eine Ausbildung machen will und da war die Sparkasse sofort in meinem Kopf.“

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag heute aus?

„Ich starte mit meinen Mails und strukturiere den Tag, also wann welches Gespräch stattfindet. Dann überprüfe ich die Unterlagen, die ich am Vortag vorbereitet habe. Meist habe ich zwei Gespräche am Vormittag und zwei am Nachmittag. Dazwischen ist Mittagspause mit den Kolleginnen und Kollegen.“

Oft denkt man beim Thema Vermögen zuerst an Zahlen. Welche Rolle spielt der Faktor Mensch in deinem Beruf?

„Eine riesige. Meine Kundinnen und Kunden vertrauen mir, das ist mir wichtig. Das ist Verantwortung. Viele sprechen von Finanzprodukten, aber Produkt klingt für mich nach etwas, das man konsumiert und wegwirft. Ich sehe mich eher als Problemlöser. Es geht um die individuelle Lebenssituation und darum, welche Lösung am besten passt.“

Du hast vor kurzem nebenberuflich dein Studium in Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen. Wie hast du es geschafft, Beruf und Studium zu vereinen?

„Das war anspruchsvoll. Zeitmanagement war das A und O, auch wenn es nicht immer leicht war, sich nach der Arbeit noch hinzusetzen. Ich hatte viel Unterstützung. Von Seiten der Sparkasse konnte ich die Arbeitszeit reduzieren. Mein Gebietsdirektor, mein Beratungscenterleiter und vor allem meine Frau haben mir den Rücken freigehalten, sodass ich mich auf das Studium fokussieren konnte.“

Welche Rolle spielt es für dich, dass dein Arbeitgeber nicht nur deine aktuelle Arbeit sieht, sondern auch deine langfristigen Ziele unterstützt?

„Ich brauche ein Ziel vor Augen. Mein Arbeitgeber gibt mir den Raum und die Möglichkeit dazu. Das weiß ich sehr zu schätzen.“

Warum lohnt es sich aus deiner Sicht, gerade jetzt eine Karriere als Vermögensberater zu starten?

„Technik und KI entwickeln sich weiter. Bill Gates hat mal gesagt, Banking sei essenziell, Banken aber nicht. Dem widerspreche ich. Menschliche Erfahrung und echte Gespräche sind weiterhin unschlagbar wertvoll. Wir haben gut zu tun, die Terminkalender sind voll. Man muss dafür nicht der extrovertierteste Typ sein. Wichtig sind echtes Interesse an Menschen, Zuverlässigkeit und eine Leidenschaft für Zahlen.“

Was bietet der Beruf, was andere Jobs vielleicht nicht bieten?

„Du wirst Vollprofi in Finanzthemen und lernst viele unterschiedliche Menschen kennen. Wenn Kunden sich wohlfühlen, kommen sie wieder und es entsteht mit der Zeit ein großer, vielfältiger Bekanntenkreis. Schön ist auch die Flexibilität. Arbeit und Privatleben lassen sich für mich sehr gut vereinen.“

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