Zwischen Weinprobe und Wirtschaft. Kulinarik und Weintourismus in Würzburg studieren

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Marco Karaschinski

21. September 2026

Weintourismus 1 Jonas Müller

Würzburg ist Weinstadt, Tourismusziel und Genussadresse. An der THWS Business School gibt es dazu seit dem Wintersemester 2025/26 einen Bachelorstudiengang, der genau in dieses Umfeld passt. Kulinarik und Weintourismus verbindet Tourismusmanagement mit Themen aus Gastronomie, Wein und Kultur. Nachhaltigkeit spielt dabei ebenfalls eine Rolle. 

Wie sich das im Alltag anfühlt, zeigt ein Gespräch mit Johanna Küllmer. Sie ist 22 Jahre alt, ist im Oktober aus Kassel nach Würzburg gezogen und studiert den Studiengang aktuell im zweiten Semester. 

Was man sich darunter vorstellen kann 

Johanna beschreibt den Studiengang als Mischung aus Management und Genuss. „Der neue Studiengang Kulinarik und Weintourismus verbindet Management im Tourismusbereich mit den Themen Kulinarik, Wein und Kultur“, sagt Johanna. Dadurch geht es mal um betriebswirtschaftliche Grundlagen und mal um sehr konkrete Inhalte aus Weinwelt und Gastronomie. „Dadurch gibt es ein vielfältiges Angebot an Vorlesungen von betriebswirtschaftlichen Themen bis hin zu spezialisiertem Wissen über Wein oder die Gastronomie“, erklärt sie. 

Dass man Themen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, findet sie besonders spannend. „Wir schauen uns die Themen rund um Tourismus und Wein aus ganz unterschiedlichen Perspektiven an, deshalb wird es eigentlich nie langweilig“, so die Studentin. 

Entspricht das dem, was sie erwartet hat 

Für Johanna passt das Gesamtpaket. „Ja, der Studiengang entspricht definitiv meinen Erwartungen“, sagt sie. Obwohl sie erst im zweiten Semester ist, habe sie bereits das Gefühl, gut in die Themen eingeführt zu werden und sich Schritt für Schritt zu einer Art Allrounderin zu entwickeln. 

Auch im Alltag merkt sie den Effekt. „In meinem Alltag merke ich schon, dass ich mit viel mehr Wissen über Wein, betriebswirtschaftliche Themen und Genuss sprechen kann“, sagt Johanna. Und ganz pragmatisch kommt noch etwas dazu. „Außerdem macht das Studieren Spaß“, sagt sie. 

Viel Praxis und viele Einblicke 

Ein wichtiger Teil des Studiums ist der Praxisbezug. Der Studiengang ist auf sieben Semester angelegt und beinhaltet auch ein Praxissemester, je nach Studienverlauf im fünften oder sechsten Semester. Daneben prägen Exkursionen und Projekte den Studienalltag. 

Johanna hat da schon einiges erlebt. „Es gab bis jetzt schon sehr viele verschiedene Exkursionen“, erzählt Johanna. Die Gruppe war unter anderem bei Transgourmet, hat Weingüter in Würzburg besucht und eine Führung in der Würzburger Bäckerei Brot und So bekommen. Dazu kamen ein Besuch beim Tourismusverband in Nürnberg und gemeinsame Termine wie die Frankenweinparty. „Der Praxisbezug ist also sehr groß und man hat immer wieder die Möglichkeit, Betriebe gut kennenzulernen“, sagt Johanna. Im Sommer steht außerdem eine mehrtägige Exkursion nach Südtirol an, um dort eine touristische Weinregion anzuschauen. 

Was man später damit machen kann 

Johanna sieht nach dem Abschluss viele Optionen. „Die beruflichen Perspektiven sind total vielseitig“, sagt Johanna. Sie nennt Management in gastronomischen oder touristischen Betrieben, Destinationsmanagement, Eventarbeit oder Tätigkeiten in der Weinbranche. „Durch die Kombination aus Tourismus, Kulinarik und Wein kann ich im Laufe des Studiums überall hineinschnuppern“, erklärt sie. 

Auslandssemester in Frankreich liegt auf der Hand

Ein Auslandssemester kann sie sich gut vorstellen. Frankreich wäre naheliegend. „Da ich ein bisschen Französisch spreche, würde sich Frankreich gut anbieten“, sagt Johanna. Inhaltlich reizt sie vor allem, besondere touristische Konzepte kennenzulernen. „Am allerliebsten würde ich einen Betrieb kennenlernen, in dem besondere touristische Konzepte angeboten werden, zum Beispiel ein Retreatzentrum oder ein Boutiquehotel“, sagt Johanna. 

Was man mitbringen sollte 

Vorkenntnisse sind aus Johannas Sicht nicht das Entscheidende. Wichtig seien Interesse an den Themen, ein Grundverständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und Spaß daran, mit Menschen zu arbeiten. Kreativität helfe auch, wenn es darum geht, neue Konzepte zu entwickeln und organisatorisch zu denken. Eine Sache ordnet sie direkt ein. „Man erlangt keine direkten Zusatzqualifikationen, wie zum Beispiel den Weinsommelier“, sagt Johanna. Sensorik und Verkostungen gebe es zwar, aber als Einblick und nicht als formale Zusatzqualifikation. 

Ein Studium, das gut nach Würzburg passt 

Würzburg liefert für Kulinarik und Weintourismus die passende Kulisse, von Weingütern bis zu touristischen Orten und Betrieben, die man nicht nur aus Erzählungen kennt. Für Johanna ist es vor allem die Mischung, die den Unterschied macht. „Wir schauen uns die Themen rund um Tourismus und Wein aus ganz unterschiedlichen Perspektiven an“, sagt Johanna. Und genau das sorgt dafür, dass das Studium für sie in Bewegung bleibt. 

 

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