Stimmungsbild der Community: Das Mainfranken Theater

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Johanna Amberg

28. September 2026

Das Mainfranken Theater Würzburg. Foto: Nik Schölzel
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Das Mainfranken Theater Würzburg. Foto: Nik Schölzel

Bisher wurde nach acht Jahren Sanierungsarbeiten nur der Kopfbau des Mainfranken Theaters fertiggestellt. Dieser lässt erahnen, wie das fertige Gebäude nach Vollendung der Sanierung einmal aussehen wird. In der Community gab es laute Stimmen über das Bauwerk, auf Facebook sammeln sich über 260 Kommentare zur Theater-Thematik.

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Moderner Baustil ist Ansichtssache

Nur wenige Kommentare unter unseren Social-Media-Posts zeugen von Freude über den modernen Baustil. @ronja_christin._ freut sich auf Instagram über die großen Fenster, die Aussicht auf die Festung und beschreibt das Design als „wunderbar offen“, ist damit aber so gut wie allein. Während einige den modernen Baustil zwar anerkennen, ihn jedoch für Würzburg als unpassend empfinden, sehen andere nichts Positives im Stil des Theaters. „Moderne Architektur ist hier gründlich misslungen“, „Schrecklich“ und zahlreiche Vergleiche mit Bunkern oder Betonklötzen sind nur einige der kritischen Stimmen im Netz. Gisela Holzwarth drückt es diplomatisch aus: „Mir gefällt es nicht, aber Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters“.

Kostenexplosion im Fokus

Wo sich für den modernen Baustil noch manche Nutzer begeistern konnten hört es bei der Preisgestaltung der Baumaßnahmen auf. Eine Vielzahl an Kommentaren beweist: Die Wut über die ohnehin hohen Kosten des Projekts, welche noch um eine beachtliche Summe anstiegen, ist groß. Hier haben Recherchen der Main-Post ergeben, dass der Umbau des Mainfranken Theaters inzwischen 250 statt die anfangs veranschlagten 21,95 Millionen Euro kosten soll. Das Geld hätte man an anderer Stelle sinnvoller einsetzen können, finden viele User im Netz. Wenig hilfreich, dass es zusätzlich noch den wenigsten optisch zu gefallen scheint.

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Bernhard Hartberger findet: „Hauptsache die Funktion ist am Ende gewährleistet. Wie es dann aussieht, ist angesichts der Kosten egal“. Weniger egal ist das Aussehen des Theaters Heidi Knecht, sie beschreibt es in ihrem Facebook-Kommentar als „grauenvollen, hässlichen, überteuerten Betonklotz“ und macht deutlich was auch viele andere Kommentare betonen: „Würzburg hätte dringend Geld für andere Sachen gebraucht“, als Beispiele nennt sie die Rotkreuzklinik, Schulen und Straßenverbesserungen. Majali Reserf hat einen besonders drastischen Vorschlag: „Am besten abreißen und komplett neu bauen. Das hätte man schon von Anfang an machen sollen. Das wäre günstiger gewesen als 250 Millionen für einen hässlichen Betonklotz auszugeben“.

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Zu viel „Theater mit dem Theater“

Da sind sich fast alle einig: Die Planung des Umbaus und die Umsetzung haben nicht überzeugt. Vermutlich hätten auch bei deutlich größerem optischem Gefallen am Bau die Kosten im Fokus der meisten Kommentare gestanden. Dass die Bauarbeiten scheinbar Zeit und Geld ohne Ende in Anspruch nehmen und vor allem dass eine so drastische Erhöhung der geplanten Kosten stattfand, damit können sich die Nutzer und Nutzerinnen schlicht und ergreifend nicht anfreunden. Neben einigen ironischen Kommentaren, die das Geschehen rund um das Mainfranken-Theater belächeln oder mit einem Kopfschütteln beobachten, sind viele auch wirklich sauer.

Aus einem der zahlreichen Kommentare ging auch ein besonders treffendes Fazit hervor: Claudia findet es ist „ein Theater mit dem Theater“.

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